Nach dem Upgrade von vRealize Automation Version 6.x auf Version 7.4 können Sie Ihre vorhandene externe virtuelle Orchestrator 6.x-Appliance auf den Orchestrator-Server migrieren, der in vRealize Automation 7.4 integriert ist.

Hinweis: Wenn Sie eine verteilte vRealize Automation-Umgebung mit mehreren vRealize Automation-Appliance-Knoten nutzen, führen Sie den Migrationsvorgang nur auf dem primären vRealize Automation-Knoten aus.

Voraussetzungen

  • Aktualisieren oder migrieren Sie Ihre vRealize Automation-Instanz auf Version 7.4. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren von vRealize Automation im Handbuch Installieren oder Upgrade von vRealize Automation.
  • Wenn der Quell-Orchestrator das SHA1-Paketsignaturzertifikat verwendet, stellen Sie sicher, dass Sie das Zertifikat mit einem stärkeren Signaturalgorithmus neu generieren. Der empfohlene Signaturalgorithmus lautet SHA2.
  • Beenden Sie den Orchestrator-Serverdienst der externen Orchestrator-Instanz.
  • Sichern Sie die Datenbank des externen Orchestrator-Servers einschließlich des Datenbankschemas.

Prozedur

  1. Laden Sie das Migrationstool vom Orchestrator-Zielserver auf den Orchestrator-Quellserver.
    1. Melden Sie sich bei der virtuellen Appliance vRealize Orchestrator 6.x über SSH als root an.
    2. Führen Sie im Verzeichnis /var/lib/vco den Befehl scpaus, um das Archiv migration-tool.zip herunterzuladen.
      scp root@vra-va-Hostname.Domäne.Name:/var/lib/vco/downloads/migration-tool.zip ./
    3. Führen Sie den Befehl unzip zum Extrahieren des Archivs mit den Migrationstools aus.
      unzip migration-tool.zip
  2. Exportieren Sie die Orchestrator-Konfiguration vom Orchestrator-Quellserver.
    1. Führen Sie im Verzeichnis /var/lib/vco/migration-cli/bin den Befehl export aus.
      ./vro-migrate.sh export
      Dieser Befehl fasst die Konfigurationsdateien und Plug-Ins von VMware vRealize Orchestrator zu einem Exportarchiv zusammen.
      Im Ordner /var/lib/vco wird ein Archiv mit dem Dateinamen orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip erstellt.
  3. Migrieren Sie die exportierte Konfiguration auf den Orchestrator-Server, der in vRealize Automation 7.4 integriert ist.
    1. Melden Sie sich bei der vRealize Automation-Appliance über SSH als root an.
    2. Beenden Sie den Orchestrator-Serverdienst und den Control Center-Dienst des integrierten vRealize Orchestrator-Servers.
      service vco-server stop && service vco-configurator stop
    3. Führen Sie im Verzeichnis /usr/lib/vco/tools/configuration-cli/bin den Befehl scp aus, um das exportierte Konfigurationsarchiv herunterzuladen.
      scp root@Orchestrator-IP_oder_DNS-Name:/var/lib/vco/orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip ./
    4. Ändern Sie den Besitzer der exportierten Orchestrator-Konfigurationsdatei.
      chown vco:vco orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip
    5. Importieren Sie die Orchestrator-Konfigurationsdatei in den integrierten vRealize Orchestrator-Server, indem Sie das vro-configure-Skript mit dem Befehl import ausführen.
      ./vro-configure.sh import --type embedded --path orchestrator-config-export-Orchestrator-Appliance-IP-Datum_Uhrzeit.zip
  4. Wenn der externe Orchestrator-Server, von dem aus Sie migrieren möchten, die integrierte PostgreSQL-Datenbank verwendet, bearbeiten Sie deren Datenbankkonfigurationsdateien.
    1. Heben Sie in der Datei /var/vmware/vpostgres/current/pgdata/postgresql.conf die Kommentierung der Zeile listen_addresses auf.
    2. Legen Sie als Werte für listen_addresses Platzhalter (*) fest.
      listen_addresses ='*'
    3. Fügen Sie in der Datei /var/vmware/vpostgres/current/pgdata/pg_hba.conf eine Zeile an.
      host all all vra-va-ip-address/32 md5	
      Hinweis: Die Datei pg_hba.conf erfordert die Verwendung eines CIDR-Präfixformats anstelle einer IP-Adresse und Subnetzmaske.
    4. Starten Sie den PostgreSQL-Serverdienst neu.
      service vpostgres restart
  5. Migrieren Sie die Datenbank in die interne PostgreSQL-Datenbank, indem Sie das Skript vro-configure mit dem Befehl db-migrate ausführen.
    ./vro-configure.sh db-migrate --sourceJdbcUrl JDBC-Verbindungs-URL --sourceDbUsername Datenbankbenutzer --sourceDbPassword Kennwort_des_Datenbankbenutzers
    Hinweis: Setzen Sie Kennwörter, die Sonderzeichen enthalten, in einfache Anführungszeichen.
    Die JDBC-Verbindungs-URL hängt von der Art der Datenbank ab, die Sie verwenden.
    PostgreSQL: jdbc:postgresql://Host:Port/Datenbankname
    MSSQL: jdbc:jtds:sqlserver://Host:Port/Datenbankname\; if using SQL authentication and MSSQL: jdbc:jtds:sqlserver://Host:Port/Datenbankname\;domain=Domäne\;useNTLMv2=TRUE if using Windows authentication.
    Oracle: jdbc:oracle:thin:@Host:Port:Datenbankname
    Die standardmäßigen Anmeldeinformationen für die Datenbank lauten:
    Datenbankname vmware
    Datenbankbenutzer vmware
    Kennwort_des_Datenbankbenutzers vmware
  6. Entfernen Sie alle Zertifikate aus dem Keystore der Datenbank.
    ./vro-configuration.sh untrust --reset-db
  7. Installieren Sie die Orchestrator-Plug-Ins erneut.
    1. Melden Sie sich beim Control Center als root an.
    2. Klicken Sie auf Fehlerbehebung.
    3. Klicken Sie auf Plug-In-Neuinstallation erzwingen.
  8. Starten Sie den Orchestrator-Serverdienst.
  9. Setzen Sie das System auf die Standardkonfiguration der Datei postgresql.conf und pg_hba.conf zurück.
    1. Starten Sie den PostgreSQL-Serverdienst neu.

Ergebnisse

Damit haben Sie erfolgreich eine externe virtuelle vRealize Orchestrator 6.x-Appliance auf eine vRealize Orchestrator-Instanz migriert, die in vRealize Automation 7.4 eingebettet ist.

Nächste Maßnahme

Richten Sie den integrierten vRealize Orchestrator-Server ein. Siehe Konfigurieren des integrierten vRealize Orchestrator-Servers.