Sie können vSphere Replication so komprimieren, dass die über das Netzwerk übertragenen Daten komprimiert werden.

Durch das Komprimieren der Replizierungsdaten, die über das Netzwerk übertragen werden, wird Bandbreite eingespart und gegebenenfalls die vom vSphere Replication-Server benötigte Menge an Pufferspeicher reduziert. Für das Komprimieren und Dekomprimieren der Daten sind aber zusätzliche CPU-Ressourcen sowohl auf der Quell-Site als auch auf dem Server nötig, der den Zieldatenspeicher verwaltet.

Unterstützung der Datenkomprimierung

vSphere Replication 6.0 unterstützt die End-to-End-Komprimierung, wenn die Quell- und Ziel-ESXi-Hosts ebenfalls die Version 6.0 aufweisen. Die Unterstützung der Datenkomprimierung für alle anderen Anwendungsfälle hängt von der Version der Quell- und Ziel-ESXi-Hosts ab. Die vSphere Replication Server auf den Quell- und Ziel-Sites müssen Version 6.0 aufweisen.

Tabelle 1. Unterstützung der Datenkomprimierung in Abhängigkeit von anderen Produktversionen

ESXi-Quellhost

ESXi-Host, der den Zieldatenspeicher verwaltet

Unterstützung der Datenkomprimierung

Älter als Version 6.0

Jede unterstützte Version

vSphere Replication unterstützt die Datenkomprimierung für den ESXi-Quellhost nicht, weshalb die Option Netzwerkkomprimierung für VR-Daten aktivieren im Assistenten zum Konfigurieren der Replizierung deaktiviert ist.

6.0

Älter als Version 6.0

Der ESXi-Host auf der Quell-Site sendet komprimierte Datenpakete an den vSphere Replication-Server auf der Ziel-Site. Der vSphere Replication-Server durchsucht die Ziel-Site nach ESXi 6.0-Hosts, die die Daten dekomprimieren können. Falls keine 6.0-Hosts für den Zieldatenspeicher verfügbar sind, verwendet der vSphere Replication-Server die Ressourcen der vSphere Replication-Appliance zum Dekomprimieren der Daten und sendet die unkomprimierten Daten an den ESXi-Host.

6.0

6.0

Dies ist eine Umgebung, von der die vollständige End-to-End-Komprimierung unterstützt wird. Der ESXi-Host auf der Quell-Site komprimiert die Daten, und der vSphere Replication-Server auf der Ziel-Site übergibt die Daten an den ESXi-Host, der sie dekomprimiert und auf die Festplatte schreibt.

Datenkomprimierung und vSphere vMotion

Falls die Datenkomprimierung deaktiviert ist, können Sie vMotion-Vorgänge auf Replizierungsquellmaschinen zwischen beliebigen Hostpaaren durchführen, die vMotion und vSphere Replication unterstützen.

Wenn die Datenkomprimierung aktiviert ist und die Quell- und Ziel-ESXi-Hosts die Datenkomprimierung unterstützen, können vMotion-Vorgänge wie gewohnt durchgeführt werden. Falls der ESXi-Zielhost jedoch eine ältere Version als 6.0 aufweist, hindert vSphere Replication vMotion am Verschieben von Replizierungsquell-VMs auf diesen Host, da er die Datenkomprimierung nicht unterstützt. Dadurch wird verhindert, dass DRS automatisierte vMotion-Vorgänge für Hosts durchführt, die die Komprimierung nicht unterstützen. Wenn Sie deshalb eine Replizierungsquell-VM an einen ESXi-Host mit einer älteren Version als 6.0 verschieben müssen, müssen Sie vor der Durchführung des vMotion-Vorgangs die Replizierung neu konfigurieren, um die Datenkomprimierung zu deaktivieren.