Best Practices für die Verwendung und Konfiguration von vSphere Replication können mögliche Probleme während der Replizierung für Ihre Umgebung verhindern.

Festlegen der optimalen RPO-Zeit (Recovery Point Objective)

Für die Replizierung von Tausenden von virtuellen Maschinen (VMs) ist viel Bandbreite erforderlich. In vSphere Replication können Sie den RPO-Wert auf 15 Minuten festlegen, aber Sie müssen die optimale RPO-Zeit schätzen, um Bandbreite für die Replizierung zu sparen und Ihre Unternehmensanforderungen für den Schutz Ihrer virtuellen Maschinen zu erfüllen. Wenn beispielsweise in Ihrem Unternehmen 2.000 virtuelle Maschinen mit einem RPO von 8 Stunden repliziert werden müssen, legen Sie als RPO-Zeit 8 Stunden fest, um die Unternehmensanforderungen zu erfüllen und Bandbreite zu sparen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Berechnen der Bandbreite für vSphere Replication.

Verwenden der MPIT-Wiederherstellung (Multiple Point in Time)

Für jeden Point-in-Time-Snapshot ist Speicher erforderlich. Der erforderliche Speicher ist abhängig von der Datenänderungsrate der virtuellen Maschine. Wenn Sie mehrere MPIT-Instanzen für die Replizierung einer virtuellen Maschine zwischen zwei vCenter Server-Sites festlegen, zeigt vSphere Replication die aufbewahrten Instanzen nach der Wiederherstellung als Standard-Snapshots an. Der Zeitaufwand für die Konsolidierung der Snapshots nach der Wiederherstellung nimmt mit der Anzahl der Snapshots zu.

vSphere Replication unterstützt zwar bis zu 24 Wiederherstellungspunkte, aber Sie müssen für MPIT die niedrigste Anzahl von Wiederherstellungspunkten im Rahmen Ihrer Unternehmensanforderungen festlegen. Wenn beispielsweise in Ihrem Unternehmen 10 Wiederherstellungspunkte erforderlich sind, müssen Sie für vSphere Replication festlegen, dass nur 10 Snapshots gespeichert werden. Sie können zwei Wiederherstellungspunkte pro Tag für die letzten fünf Tage einrichten. Der belegte Speicher und der Zeitaufwand für die Konsolidierung der Snapshots nach der Wiederherstellung sind demzufolge niedriger als bei Verwendung der maximalen Anzahl von Wiederherstellungspunkten.

Konfigurieren der Stilllegung

Für virtuelle Maschinen mit hohen Speicher-E/A-Werten kann die Stilllegung des Dateisystems und der Anwendungen mehrere Minuten dauern und die Leistung der virtuellen Maschine beeinträchtigen. Für das Stilllegen eines Dateisystems und der Anwendungen für Windows-VMs benötigt vSphere Replication vor der Replizierung einen regulären VM-Snapshot. Bei der Schätzung der RPO-Zeit sollten Sie den Zeitaufwand und den Ressourcenbedarf für die Stilllegung und für die Konsolidierung der Snapshots berücksichtigen. Wenn Sie beispielsweise für die Replizierung einer Windows-VM einen RPO-Wert von 15 Minuten konfigurieren und die Stilllegung aktiviert ist, generiert vSphere Replication einen VM-Snapshot und konsolidiert ihn alle 15 Minuten.

Konfigurieren der Replizierungsspeicher

Sie können virtuelle Festplattendateien von Quell-VMs zum Zielspeicherort kopieren und diese Dateien als Replizierungsspeicher verwenden. Mithilfe von Replizierungsspeichern reduziert vSphere Replication den Zeitaufwand und die erforderliche Netzwerkbandbreite für die anfängliche vollständige Synchronisierung. Die UUID der Quell- und Ziel-VMDK-Dateien müssen übereinstimmen, damit die Replizierung erfolgreich durchgeführt wird und um das versehentliche Überschreiben von Festplattendateien, die zu anderen virtuellen Maschinen gehören, im Zielspeicherort zu verhindern.

Überwachen eines Datenspeichers auf der Ziel-Site

vSphere Replication benötigt ausreichend Speicherplatz auf der Ziel-Site, um eine virtuelle Maschine zu replizieren. Wenn der verfügbare Speicherplatz nicht ausreicht, um die Replizierungsdateien zu speichern, schlägt die Replizierung möglicherweise fehl. Sie können einen Alarm für den Fall erstellen, dass die Ziel-Site nicht genügend Speicherkapazität aufweist.