Sie können beim Konfigurieren von Replizierungen VMware Virtual SAN-Datenspeicher als Zieldatenspeicher verwenden. Folgen Sie den Richtlinien beim Verwenden von vSphere Replication mit Virtual SAN-Speicher.

Anmerkung:

VMware Virtual SAN ist eine vollständig unterstützte Funktion von vSphere 5.5 Update 1 und höher.

Da benutzerfreundliche Namen von Virtual SAN-Datenspeichern möglicherweise geändert werden und bei Replizierungs- oder Wiederherstellungsvorgängen Probleme verursachen, ersetzt vSphere Replication den benutzerfreundlichen Namen eines Datenspeichers automatisch durch dessen UUID, die niemals geändert wird. Deshalb wird die UUID überall in der Benutzeroberfläche von vSphere Replication angezeigt, obwohl Sie während des Replizierungsvorgangs einen lesbaren Namen ausgewählt haben.

Einschränkungen bei der Verwendung von vSphere Replication mit Virtual SAN-Speicher

Aus Gründen der Last und E/A-Latenz gelten für den Virtual SAN-Speicher Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl von Hosts, die Sie in einem Virtual SAN-Cluster hinzufügen können, und der Anzahl von virtuellen Maschinen, die Sie auf jedem Host ausführen können. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Einschränkungen“ im Handbuch für VMware Virtual SAN Design und Sizing unter http://www.vmware.com/products/virtual-san/resources.html.

Durch das Verwenden von vSphere Replication wird die Last auf dem Speicher erhöht. Jede virtuelle Maschine generiert reguläre Lese- oder Schreibvorgänge. Beim Konfigurieren von Replizierungen auf diesen virtuellen Maschinen wird ein weiterer Lesevorgang zu den regulären Lese- und Schreibvorgängen hinzugefügt, wodurch die E/A-Latenz auf dem Speicher erhöht wird. Die genaue Anzahl der virtuellen Maschinen, die Sie unter Verwendung von vSphere Replication auf den Virtual SAN-Speicher replizieren können, hängt von Ihrer Infrastruktur ab. Wenn die Reaktionszeiten langsamer werden, während Sie Replizierungen für virtuelle Maschinen im Virtual SAN-Speicher konfigurieren, überwachen Sie die E/A-Latenz der Virtual SAN-Infrastruktur. Reduzieren Sie möglicherweise die Anzahl der virtuellen Maschinen, die Sie im Virtual SAN-Datenspeicher replizieren können.

Anmerkung:

Wenn Sie eine Replizierung beenden, wird das Replizierungsverzeichnis im Zieldatenspeicher nicht von vSphere Replication gelöscht. Veraltete Verzeichnisse verbleiben in VMFS- und NFS-Zieldatenspeichern, und nicht verwendete Namespaces verbleiben in Zieldatenspeichern von Virtual SAN und virtuellen Volumes. Die maximale Anzahl von Verzeichnissen und Namespaces in einem Datenspeicher ist begrenzt, weshalb Sie diese manuell bereinigen müssen, um Ressourcen im Datenspeicher freizugeben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Bereinigen des Zieldatenspeichers nach dem Beenden einer Replizierung.

Beibehalten der Point-in-Time-Snapshots bei der Verwendung des Virtual SAN-Speichers

Der Virtual SAN-Speicher speichert Festplattendateien virtueller Maschinen als Satz von Objekten und Komponenten. Jedes Festplattenobjekt in einem Virtual SAN-Speicher enthält Spiegel- und Zeugen-Objekte. In der Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers enthält ein Festplattenobjekt zwei Spiegel und einen Zeugen. Die Anzahl der Spiegel-Komponenten wird durch die Größe der Festplatte der virtuellen Maschine und durch die Anzahl der zulässigen Fehler bestimmt, die Sie in Ihrer Richtlinie des Virtual SAN-Speichers festlegen. Ein Spiegel-Objekt ist in Komponenten mit einer maximalen Größe von jeweils 256 GB unterteilt.

  • Wenn eine virtuelle Maschine eine 256-GB-Festplatte enthält und Sie die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers verwenden, enthält das Festplattenobjekt zwei Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB und einen Zeugen, d. h. insgesamt drei Komponenten.

  • Wenn eine virtuelle Maschine eine 512-GB-Festplatte enthält und Sie die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers verwenden, enthält das Festplattenobjekt vier Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB und einen Zeugen, d. h. insgesamt fünf Komponenten.

Weitere Informationen zu Objekten, Komponenten, Spiegeln, Zeugen und Richtlinien des Virtual SAN-Speichers finden Sie im Handbuch für VMware Virtual SAN Design und Sizing unter http://www.vmware.com/products/virtual-san/resources.html.

Wenn Sie mehrere Point-in-Time-Snapshots (PIT) aktivieren, müssen Sie Zuteilungen für zusätzliche Komponenten durchführen, die jeder Snapshot im Virtual SAN-Speicher erstellt, basierend auf der Anzahl der Festplatten pro virtueller Maschine, der Größe der Festplatten, der Anzahl der beizubehaltenden PIT-Snapshots und der Anzahl der zulässigen Fehler. Beim Beibehalten von PIT-Snapshots und Verwenden des Virtual SAN-Speichers müssen Sie die Anzahl der zusätzlichen Komponenten berechnen, die Sie für jede virtuelle Maschine benötigen:

Anzahl der Festplatten x Anzahl der PIT-Snapshots x Anzahl der Spiegel- und Zeugen-Komponenten

Beispiele für die Verwendung dieser Formel zeigen, dass durch das Beibehalten von PIT-Snapshots die Anzahl von Komponenten im Virtual SAN-Speicher für jede virtuelle Maschine schnell steigt, die Sie für vSphere Replication konfigurieren:

  • Sie verfügen über eine virtuelle Maschine mit zwei 256-GB-Festplatten, für die Sie 10 MPIT-Snapshots beibehalten, und setzen die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers fest:

    • 2 (Anzahl der Festplatten) x 10 (Anzahl der PIT-Snapshots) x 3 (2 Spiegel-Komponenten + 1 Zeuge) = 60 Komponenten für diese virtuelle Maschine.

  • Sie verfügen über eine virtuelle Maschine mit zwei 512-GB-Festplatten, für die Sie 10 PIT-Snapshots beibehalten, und setzen die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers fest:

    • 2 (Anzahl der Festplatten) x 10 (Anzahl der PIT-Snapshots) x 5 (4 Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB + 1 Zeuge) = 100 Komponenten für diese virtuelle Maschine.

Die Anzahl der PIT-Snapshots, die Sie beibehalten, kann die E/A-Latenz auf dem Virtual SAN-Speicher erhöhen.