Sie können vSphere Replication verwenden, um eine Replizierung aus der Cloud auf Ihrer lokalen Site zu konfigurieren.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

Wenn Ihre lokale Site nach einem größeren Ausfall wieder funktionstüchtig ist und Sie sie wiederherstellen müssen bzw. Sie keine Replizierungsumkehrung konfigurieren können, können Sie eine neue Replizierung aus der Cloud konfigurieren, um Daten aus der Cloud auf Ihre lokale Site zu synchronisieren.

Anmerkung:

Sie können eine Replizierung aus der Cloud nur für eine virtuelle Maschine in einer vApp konfigurieren.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Verwenden Sie vSphere Web Client, um eine Verbindung zu Ihrer lokalen Site herzustellen.
  2. Navigieren Sie zur Registerkarte vSphere Replication unter Überwachen und klicken Sie auf Eingehende Replizierungen.
  3. Klicken Sie oberhalb der Liste der eingehenden Replizierungen auf das Symbol Replizierung von Cloud-Anbieter konfigurieren (Replizieren einer VM aus der Cloud auf eine lokale Site).

    Der Assistent Replizierung von Cloud-Anbieter konfigurieren wird geöffnet.

  4. Wählen Sie auf der Seite „Quell-Site“ die Site des Cloud-Anbieters aus, auf der sich die virtuelle Maschine befindet.
    • Wenn Sie eine Verbindung zum Cloud-Anbieter hergestellt haben, wählen Sie das Quell-Virtual Data Center aus der Liste aus und klicken Sie auf Weiter.

      Wenn der Status der Verbindung auf Nicht authentifiziert festgelegt ist, müssen Sie Anmeldedaten für die Authentifizierung bei der Cloud-Organisation eingeben.

    • Wenn Sie keine Verbindung zum Cloud-Anbieter hergestellt haben, klicken Sie auf Neuer VDC-Anbieter und dann auf Weiter und folgenden Sie den Bildschirmanweisungen, um eine Verbindung zur Ziel-Cloud-Organisation herzustellen.

  5. Wählen Sie auf der Seite „Verfügbare VMs“ die zu replizierende virtuelle Maschine aus.

    Sie können nur eine virtuelle Maschine aus einer vApp auswählen.

  6. Akzeptieren Sie die automatische Zuordnung eines vSphere Replication-Servers oder wählen Sie einen bestimmten Server auf der lokalen Site aus und klicken Sie auf Weiter.
  7. Klicken Sie auf der Seite des Zielspeicherorts auf Bearbeiten, um den Datenspeicher auszuwählen, in dem die Replizierungsdaten gespeichert werden.

    Wenn Sie vorhandene Festplatten als Replizierungsspeicher verwenden möchten, suchen Sie im Datenspeicher den Ordner, in dem sich die Speicherfestplatten befinden.

  8. (Optional) : Zum Konfigurieren der Replizierung von einzelnen Festplatten klicken Sie auf den Namen der Quell-VM.

    Die Liste mit den Festplatten auf der Quell-VM wird erweitert.

    Sie können für jede Festplatte das virtuelle Format, eine Speicherrichtlinie und einen Datenspeicher auswählen, auf dem sie repliziert wird. Wenn die virtuelle Quellmaschine mehr als eine Festplatte enthält, können Sie die Replizierung einer Festplatte deaktivieren, indem Sie in der entsprechenden „Replizierung aktiviert“-Zeile auf Deaktivieren klicken.

  9. (Optional) : Wählen Sie auf der Seite „Replizierungsoptionen“ die Stilllegungsmethode für das Gastbetriebssystem der Quell-VM aus.
    Anmerkung:

    Stilllegungsoptionen sind nur für virtuelle Maschinen verfügbar, die eine Stilllegung unterstützen. vSphere Replication unterstützt die Stilllegung mit VSS nicht für virtuelle Volumes.

  10. (Optional) : Wählen Sie Netzwerkkomprimierung aus.

    Durch das Komprimieren der Replizierungsdaten, die über das Netzwerk übertragen werden, wird Bandbreite eingespart und gegebenenfalls die vom vSphere Replication-Server benötigte Menge an Pufferspeicher reduziert. Für das Komprimieren und Dekomprimieren der Daten sind aber zusätzliche CPU-Ressourcen sowohl auf der Quell-Site als auch auf dem Server nötig, der den Zieldatenspeicher verwaltet.

  11. (Optional) : Aktivieren Sie auf der Seite „Failback-Wiederherstellungseinstellungen“ das Kontrollkästchen „Wiederherstellungseinstellungen konfigurieren“ und wählen Sie einen VM-Ordner und einen Host oder Ressourcenpool aus.
  12. Legen Sie auf der Seite „Wiederherstellungseinstellungen“ mit dem RPO-Schieberegler oder den Zeit-Drehfeldern die akzeptable Zeitspanne fest, für die ein Datenverlust im Falle des Ausfalls einer Site toleriert wird.

    Der verfügbare RPO-Bereich geht von 15 Minuten bis 24 Stunden.

  13. (Optional) : Um mehrere Replizierungsinstanzen zu speichern, die während der Wiederherstellung in Snapshots der Quell-VM konvertiert werden können, wählen Sie im Bereich „Point-in-Time-Instanzen“ Aktivieren aus und passen Sie die Anzahl der beizubehaltenden Instanzen an.
    Anmerkung:

    Sie können bis zu 24 Instanzen einer virtuellen Maschine beibehalten. Wenn Sie vSphere Replication so einstellen, dass sechs Replizierungsinstanzen pro Tag erhalten bleiben, können Sie somit als maximale Anzahl von Tagen vier Tage festlegen.

    Wie viele Replizierungsinstanzen vSphere Replication beibehält, hängt von der konfigurierten Aufbewahrungsrichtlinie ab, setzt aber auch voraus, dass die RPO-Zeitspanne kurz genug für die Erstellung dieser Instanzen ist. vSphere Replication überprüft nicht, ob mit den RPO-Einstellungen genügend Instanzen erstellt werden, und zeigt keine Warnmeldung an, falls die Instanzen nicht ausreichen. Deshalb müssen Sie unbedingt vSphere Replication so einstellen, dass die gewünschte Anzahl von Instanzen erstellt wird. Angenommen, Sie weisen vSphere Replication an, 6 Replizierungsinstanzen pro Tag beizubehalten, dann sollte der RPO-Zeitraum 4 Stunden nicht überschreiten, sodass vSphere Replication 6 Instanzen in 24 Stunden erstellen kann.

  14. Überprüfen Sie auf der Seite „Bereit zum Abschließen” die Replizierungseinstellungen und klicken Sie auf Beenden.

Ergebnisse

In der Liste im unteren Bereich des vSphere Web Client wird eine VM-Konfigurationsaufgabe angezeigt. Ein Fortschrittsbalken zeigt an, dass die virtuelle Quellmaschine für die Replizierung konfiguriert wird.

Nach erfolgreichem Abschluss der Konfiguration wird die von Ihnen erstellte Replizierungsaufgabe in der Liste der eingehenden Replizierungen auf der Registerkarte vSphere Replication unter Überwachen angezeigt.

Anmerkung:

Wenn die virtuelle Quell-Maschine für die Replizierung ausgeschaltet wird, behält die Replizierung den Zustand Nicht aktiv so lange bei, bis die virtuelle Maschine wieder eingeschaltet wird.

Nächste Maßnahme

Auf der Registerkarte vSphere Replication unter Überwachen können Sie den Status der einzelnen Replizierungen überprüfen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Überwachen des Status von Replizierungsaufgaben.

Anmerkung:

Sie können Replizierungen von der Cloud anhalten, fortsetzen, synchronisieren, testen, wiederherstellen und beenden. Sie können diese Replizierungen jedoch nicht neu konfigurieren oder zwischen vSphere Replication-Servern verschieben.