Sie können vSphere Replication verwenden, um eine Replizierung aus der Cloud auf Ihrer lokalen Site zu konfigurieren.

Wenn Ihre lokale Site nach einem größeren Ausfall wieder funktionstüchtig ist und Sie sie wiederherstellen müssen bzw. Sie keine Replizierungsumkehrung konfigurieren können, können Sie eine neue Replizierung aus der Cloud konfigurieren, um Daten von der Cloud-Site auf Ihre lokale Site zu synchronisieren.

Hinweis: Sie können eine Replizierung aus der Cloud nur für eine virtuelle Maschine in einer vApp konfigurieren.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Melden Sie sich beim vSphere Client oder vSphere Web Client an.
  2. Klicken Sie auf der Startseite auf Site Recovery und dann auf Site Recovery öffnen.
  3. Wählen Sie auf der Site Recovery-Startseite das Site-Paar zur Cloud-Anbieter-Site aus, und klicken Sie auf Details anzeigen.
  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Replizierungen auf Umkehren der Replizierung, und klicken Sie auf das Symbol Neue Replizierung erstellen.
    Der Assistent Replizierung konfigurieren wird geöffnet.
  5. Wählen Sie die Cloud-Anbieter-Site, auf der sich die virtuelle Maschine befindet, und die virtuellen Maschinen aus, die Sie schützen möchten, und klicken Sie auf Weiter.
  6. Akzeptieren Sie die automatische Zuordnung eines vSphere Replication-Servers oder wählen Sie einen bestimmten Server auf der lokalen Site aus und klicken Sie auf Weiter.
  7. Wählen Sie auf der Seite Zieldatenspeicher einen Datenspeicher aus, in den die Dateien repliziert werden.
    Wenn Sie mehrere virtuelle Maschinen replizieren, können Sie für jede virtuelle Maschine einen anderen Zieldatenspeicher konfigurieren.
  8. (Optional) Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Speicher auswählen.
    Replizierungsspeicher können während der anfänglichen vollständigen Synchronisierung den Netzwerkdatenverkehr verringern. Eine unbeabsichtigte Verwendung von Replizierungsspeichern kann jedoch zu Datenverlust führen.
  9. Klicken Sie auf Weiter.
  10. (Optional) Überprüfen Sie auf der Seite Speicher auswählen die vorgeschlagenen Replizierungsspeicher und ändern Sie diese bei Bedarf.
  11. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Die ausgewählten Datenspeicher sind korrekt und klicken Sie auf Weiter.
  12. Legen Sie auf der Seite Replizierungseinstellungen mit dem RPO-Schieberegler die akzeptable Zeitspanne fest, für die ein Datenverlust beim Ausfall einer Site toleriert wird.
    Der verfügbare RPO-Bereich geht von 15 Minuten bis 24 Stunden.
  13. (Optional) Um mehrere Replizierungsinstanzen zu speichern, die während der Wiederherstellung in Snapshots der Quell-VM konvertiert werden können, wählen Sie Point-in-Time-Instanzen aktivieren aus und passen Sie die Anzahl der beizubehaltenden Instanzen an.
    Hinweis: Sie können bis zu 24 Instanzen einer virtuellen Maschine beibehalten. Wenn Sie vSphere Replication so einstellen, dass sechs Replizierungsinstanzen pro Tag erhalten bleiben, können Sie somit als maximale Anzahl von Tagen vier Tage festlegen.

    Wie viele Replizierungsinstanzen vSphere Replication beibehält, hängt von der konfigurierten Aufbewahrungsrichtlinie ab, setzt aber auch voraus, dass die RPO-Zeitspanne kurz genug für die Erstellung dieser Instanzen ist. vSphere Replication überprüft nicht, ob mit den RPO-Einstellungen genügend Instanzen erstellt werden, und zeigt keine Warnmeldung an, falls die Instanzen nicht ausreichen. Deshalb müssen Sie unbedingt vSphere Replication so einstellen, dass die gewünschte Anzahl von Instanzen erstellt wird. Angenommen, Sie weisen vSphere Replication an, 6 Replizierungsinstanzen pro Tag beizubehalten, dann darf der RPO-Zeitraum 4 Stunden nicht überschreiten, sodass vSphere Replication 6 Instanzen in 24 Stunden erstellen kann.

  14. (Optional) Aktivieren Sie die Stilllegung für das Gastbetriebssystem der virtuellen Quellmaschine.
    Hinweis: Stilllegungsoptionen sind nur für virtuelle Maschinen verfügbar, die eine Stilllegung unterstützen. vSphere Replication unterstützt die Stilllegung mit VSS nicht für virtuelle Volumes.
  15. (Optional) Wählen Sie Netzwerk-Komprimierung für VR-Daten aktivieren aus.
    Durch das Komprimieren der Replizierungsdaten, die über das Netzwerk übertragen werden, wird Bandbreite eingespart und gegebenenfalls die vom vSphere Replication-Server benötigte Menge an Pufferspeicher reduziert. Für das Komprimieren und Dekomprimieren der Daten sind aber zusätzliche CPU-Ressourcen sowohl auf der Quell-Site als auch auf dem Server nötig, der den Zieldatenspeicher verwaltet.
  16. Klicken Sie auf Weiter.
  17. Überprüfen Sie auf der Seite „Bereit zum Abschließen” die Replizierungseinstellungen und klicken Sie auf Beenden.

Ergebnisse

Eine Aufgabe zur Konfiguration der virtuellen Maschine wird in der Liste der kürzlich bearbeiteten Aufgaben angezeigt. Ein Fortschrittsbalken zeigt an, dass die virtuelle Quellmaschine für die Replizierung konfiguriert wird.

Wenn der Konfigurationsvorgang erfolgreich abgeschlossen ist, wird die Replizierungsaufgabe auf der Registerkarte Replizierungen in der Liste der umgekehrten Replizierungen angezeigt.

Hinweis: Ist eine virtuelle Quellmaschine der Replizierung ausgeschaltet, wird die Replizierung gestartet, nachdem Sie die virtuelle Maschine eingeschaltet haben.

Nächste Maßnahme

Auf der Registerkarte Replizierungen unter Vorwärtsreplizierungen und Umkehren der Replizierungkönnen Sie den Status der einzelnen Replizierungen anzeigen. Weitere Informationen zum Replizierungsstatus finden Sie unter Überwachen des Status von Replizierungen.

Hinweis: Sie können Replizierungen von der Cloud anhalten, fortsetzen, synchronisieren, testen, wiederherstellen und beenden. Sie können diese Replizierungen jedoch nicht neu konfigurieren oder zwischen vSphere Replication-Servern verschieben.