Die Vorfallgenerierung kann in VMware Edge Network Intelligence individuell für Ihre Umgebung abgestimmt werden. Es ist besonders wichtig, neue Instanzen abzustimmen, damit die Generierung falsch positiver Vorfälle nicht zu viele Alarme erzeugt und das Vertrauen in ENI untergräbt.

Standardmäßig ist die Generierung von VMware Edge Network Intelligence-Vorfällen für die meisten Unternehmen auf die optimale Einstellung voreingestellt. Wenn Sie benutzerdefinierte Anwendungen hinzufügen oder feststellen, dass Sie die Standardeinstellungen ändern müssen, gehen Sie dazu auf die Seite „Verwaltungseinstellungen (Admin Settings)“ ==> „Vorfallpriorität (Incident Priority)“.

Begriffsbestimmungen

Prioritätsprofile

Voreinstellungen, mit denen Sie festlegen können, wie sich jeder Vorfalltyp in Ihrer Umgebung verhält. Es gibt 2 Arten von Vorfällen:

1. Vorfälle, die den Prozentsatz der betroffenen Clients messen, wobei der Schlüssel zum Festlegung von Prioritäten darin besteht, die quantitative Abweichung von der Baseline festzulegen, die Sie tolerieren möchten, sowie den Mindestprozentsatz der Clients, die betroffen sein müssen, bevor die Priorität auf P2 oder sogar P1 steigt. Für bedeutendere Probleme müssen Sie eine geringere Abweichungstoleranz festlegen, um anzugeben, dass die Vorfallpriorität bereits bei einer geringfügigen Abweichung von der Baseline erhöht werden muss.

2. Vorfälle, die binär sind: Serverausfälle fallen unter diese Kategorie, wobei sich ein Server entweder ausgefallen ist (z. B. nicht auf Anfragen antwortet usw.) oder nicht. Für diese Probleme ist die Priorität binär, d. h. wenn der Server ausfällt, muss der Vorfall immer die Priorität PX haben.

Abweichungstoleranz

Geben Sie an, wie groß eine Abweichung von der Baseline sein muss und wie viel Prozent der Clients betroffen sein müssen, damit Probleme dieser Art kritisch werden.

Profilbeschreibungen

Hohe Abweichungstoleranz

Wird typischerweise für weniger bedeutende Vorfalltypen verwendet (z. B. Clients mit langsamer RADIUS-Latenz). Vorfälle mit diesem Prioritätsprofil beginnen als P6. Beträgt die Abweichung von der Baseline 1 Standardabweichung, erhöht sich die Priorität auf P5. Beträgt die Abweichung von der Baseline 2 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 5 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P3. Beträgt die Abweichung von der Baseline mindestens 3 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 10 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P2. Vorfälle mit diesem Prioritätsprofil können P1 niemals erreichen.

Mittlere Abweichungstoleranz

Wird typischerweise für etwas weniger bedeutende Vorfalltypen verwendet (z. B. Clients mit schlechter Web-Leistung). Vorfälle mit diesem Prioritätsprofil beginnen als P5. Beträgt die Abweichung von der Baseline 1 Standardabweichung, erhöht sich die Priorität auf P4. Beträgt die Abweichung von der Baseline 2 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 5 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P3. Beträgt die Abweichung von der Baseline mindestens 3 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 10 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P2. Steigt die Abweichung von der Baseline auf mindestens 4 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 30 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P1.

Geringe Abweichungstoleranz

Wird typischerweise für die bedeutendsten Vorfalltypen verwendet (z. B. Clients, die sich aufgrund von X nicht verbinden können). Vorfälle mit diesem Prioritätsprofil beginnen als P4. Beträgt die Abweichung von der Baseline 1 Standardabweichung, erhöht sich die Priorität auf P3. Beträgt die Abweichung von der Baseline 2 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 5 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P2. Beträgt die Abweichung von der Baseline mindestens 3 Standardabweichungen und betrifft sie mindestens 10 % der Clients, erhöht sich die Priorität auf P1.

Immer PX (z. B. P2, P3, P4)

Wird typischerweise für Serverausfälle verwendet, die binär sind: Entweder sie treten ein oder nicht. Wenn Vorfälle dieser Art ausgelöst werden, müssen sie immer diese spezielle Priorität aufweisen.

Keine Priorität

Wird typischerweise für Vorfälle verwendet, bei denen kurzfristige Abweichungen kein Eingreifen erfordern (z. B. wenn Clients eine schlechte WLAN-Leistung aufweisen). Vorfälle dieser Art erfordern ein Eingreifen, wenn sie im Kontext der Analyse von Systemproblemen über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Vorfällen mit diesem Profil wird keine Priorität zugewiesen. Für diese Vorfälle werden keine Alarm-E-Mails gesendet. Sie werden jedoch immer noch unten auf der Vorfallseite angezeigt, wenn der Filter „Alle Vorfälle (All Incidents)“ ausgewählt wurde.

Deaktiviert (Disabled)

Vorfälle mit diesem Profil werden nicht in der Benutzeroberfläche angezeigt.