In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie der Agent-Ladeindex basierend auf den Lastausgleichseinstellungen für die Energieverwaltung in RDSH Farmen in Horizon Cloud verwendet wird.

Horizon Cloud Agents verwenden fünf Einstellungen ( Schwellenwert für die CPU-Auslastung, Schwellenwert für die Arbeitsspeichernutzung, Schwellenwert für Festplatten-Warteschlangenlänge Schwellenwert für Festplatten-Leselatenz, und Schwellenwert für Festplatten-Schreiblatenz), um den Agent-Ladeindex zu berechnen. Dabei handelt es sich um einen Wert zwischen 0 und 100 zur Messung der VM-Last. Weitere Informationen zu diesen Eigenschaften finden Sie unter Erstellen einer Farm .
Wichtig: Aufgrund der Schlüsselrolle, die der Agenten-Ladeindex für die Energieverwaltung spielt, ist es wichtig, dass Sie geeignete Werte für diese Einstellungen auswählen, damit Sie die gewünschte Balance zwischen Stromverbrauch und Leistung in Ihrer Umgebung erreichen können.
Die Nutzung einer Farm wird durch Auswählen des höheren der folgenden zwei Prozentwerte bestimmt:
  • Sitzungsbelegung: die Gesamtzahl der aktiven Sitzungen innerhalb einer Farm geteilt durch die Gesamtzahl der Sitzungen, die auf den eingeschalteten VMs in der Farm möglich sind. Die mögliche Anzahl Sitzungen wird berechnet, indem die Menge der eingeschalteten VMs in der Farm mit dem Wert für die Sitzungen pro VM wird, den Sie für die Farm festgelegt haben. Weitere Informationen zur Einstellung Sitzungen pro VM finden Sie unter Erstellen einer Farm .
  • Durchschnittlicher Ladeindex: der durchschnittliche Agent-Ladeindex der eingeschalteten VMs in der Farm.

Für die Farmerweiterung wird dieser Wert dann mit dem hohen Schwellenwert für die Einstellung Energieverwaltung verglichen, die Sie für die Farm ausgewählt haben. Weitere Informationen zur Einstellung Energieverwaltung finden Sie unter Erstellen einer Farm .

In den beiden folgenden Beispielen lautet die Einstellung Energieverwaltung für die Farm eine „Optimierte Leistung“. Der obere Schwellenwert für die Einstellung „Optimierte Leistung“ beträgt 50 %, was bedeutet, dass das System eine der nicht verwendeten VMs einschaltet, wenn die Nutzung 50 % erreicht.

Hinweis: In den folgenden Beispielen muss die Einstellung Max. VMs für die Farm größer als 1 sein. Andernfalls erfolgt keine Erweiterung. Weitere Informationen zur Einstellung Max. VMs finden Sie unter Erstellen einer Farm .

Beispiel: Farmerweiterung aufgrund einer Sitzungsbelegung, die den oberen Schwellenwert überschreitet

In diesem Beispiel lauten die Einstellungen wie folgt:
  • Sitzungen pro VM = 20
  • Oberer Schwellenwert für Energieverwaltung = 50 %
Vor der Erweiterung Nach der Erweiterung
Eingeschaltete VMs
  • VM 1
    • Laufende Sitzungen = 10
    • Agenten-Ladeindex = 25 %
Nutzungswerte
  • Sitzungsbelegung = 10 laufende Sitzungen ausgeführt/(20 Sitzungen pro VM x 1 VM) = 50 %
  • Durchschnittlicher Ladeindex = Agenten-Ladeindex 25 %/1 VM = 25 %
Der höhere der beiden Werte beträgt 50 %, was mit dem oberen Schwellenwert für die Einstellung „Optimale Leistung“ für die Energieverwaltung übereinstimmt. Infolgedessen schaltet das System eine zweite VM ein.
Eingeschaltete VMs
  • VM 1
    • Laufende Sitzungen = 10
    • Agenten-Ladeindex = 25 %
  • VM 2
    • Laufende Sitzungen = 0
    • Agenten-Ladeindex = 0%
Nutzungswerte
  • Sitzungsbelegung = (laufende Sitzungen 10 + 0) / (20 Sitzungen pro VM x 2 VM) = 25 %
  • Durchschnittlicher Ladeindex = (Agenten-Ladeindex 25 % + 0 %) / 2 VMs = 12,5 %
Der höhere der beiden Werte beträgt 25 % und liegt so unter dem oberen Schwellenwert für die Einstellung „Optimale Leistung“ für die Energieverwaltung. Demzufolge führt das System keine Aktion aus.

Beispiel: Farmerweiterung aufgrund eines durchschnittlichen Ladeindex, der den oberen Schwellenwert überschreitet

In diesem Beispiel lauten die Einstellungen wie folgt:
  • Sitzungen pro VM = 20
  • Oberer Schwellenwert für Energieverwaltung = 50 %
Vor der Erweiterung Nach der Erweiterung
Eingeschaltete VMs
  • VM 1
    • Laufende Sitzungen = 5
    • Agenten-Ladeindex = 50%
Nutzungswerte
  • Sitzungsbelegung = 5 laufende Sitzungen ausgeführt / (20 Sitzungen pro VM x 1 VM) = 25%
  • Durchschnittlicher Ladeindex = Agenten-Ladeindex 50 % / 1 VM = 50 %
Der höhere der beiden Werte beträgt 50 %, was mit dem oberen Schwellenwert für die Einstellung „Optimale Leistung“ für die Energieverwaltung übereinstimmt. Infolgedessen schaltet das System eine zweite VM ein.
Eingeschaltete VMs
  • VM 1
    • Laufende Sitzungen = 5
    • Agenten-Ladeindex = 50%
  • VM 2
    • Laufende Sitzungen = 0
    • Agenten-Ladeindex = 0%
Nutzungswerte
  • Sitzungsbelegung = (laufende Sitzungen 5 + 0) / (20 Sitzungen pro VM x 2 VMs) = 12,5 %
  • Durchschnittlicher Ladeindex = (Agenten-Ladeindex 50% + 0 %) / 2 VMS = 25%
Der höhere der beiden Werte beträgt 25 % und liegt so unter dem oberen Schwellenwert für die Einstellung „Optimale Leistung“ für die Energieverwaltung. Demzufolge führt das System keine Aktion aus.