Ein Speichergerät befindet sich im APD-Status (All Paths Down, Keine Pfade verfügbar), wenn es für den ESXi-Host über einen unbestimmten Zeitraum nicht verfügbar ist.

Die Ursache für einen APD-Status kann beispielsweise ein ausgefallener Switch oder ein nicht angeschlossenes Speicherkabel sein.

Im Gegensatz zum Status „permanenter Geräteverlust“ (Permanent Device Loss, PDL) verarbeitet der Host den APD-Status als vorübergehend und erwartet, dass das Gerät wieder verfügbar wird.

Der Host wiederholt fortwährend die ausgegebenen Befehle, um die Verbindung mit dem Gerät wiederherzustellen. Wenn die vom Host wiederholt ausgeführte Befehlsausgabe über einen längeren Zeitraum fehlschlägt, kann es auf dem Host unter Umständen zu Leistungseinbußen kommen. Der Host und seine virtuellen Maschinen reagieren unter Umständen nicht mehr.

Um diese Probleme zu vermeiden, verfügt Ihr Host über eine Standard-APD-Behandlungsfunktion. Wenn ein Gerät in den APD-Status wechselt, aktiviert der Host einen Timer. Bei aktiviertem Timer fährt der Host für einen beschränkten Zeitraum mit der Wiederholung von Befehlen nicht virtueller Maschinen fort.

Standardmäßig wird das APD-Timeout auf 140 Sekunden festgelegt. Die meisten Geräte benötigen zur Wiederherstellung nach einem Verbindungsausfall weniger als 140 Sekunden. Wenn das Gerät während dieser Zeitspanne wieder verfügbar wird, laufen der Host und seine virtuelle Maschine ohne Probleme weiter.

Wenn das Gerät nicht wiederhergestellt wird und der festgelegte Zeitraum endet, stoppt der Host seine Neuversuche und beendet alle nicht virtuellen Maschinen-E/A-Befehle. Die virtuellen Maschinen-E/A-Befehle werden weiterhin abgesetzt. Der vSphere Web Client zeigt die folgenden Informationen für das Gerät, bei dem die APD-Zeitüberschreitung aufgetreten ist:

  • Der Betriebszustand des Geräts wird in Dead or Error geändert.

  • Alle Pfade werden als Dead angezeigt.

  • Die Datenspeicher auf dem Gerät werden abgeblendet.

Obwohl das Gerät und die Datenspeicher nicht verfügbar sind, reagieren virtuelle Maschinen. Sie können die virtuellen Maschinen deaktivieren oder auf einen anderen Datenspeicher oder Host migrieren.

Wenn die Gerätepfade zu einem späteren Zeitpunkt betriebsbereit sind, kann der Host die E-/A-Ausgabe an das Gerät wiederaufnehmen und die spezielle APD-Verarbeitung beenden.