Sie können vSphere Lifecycle Manager-Baselines für Upgrade-Vorgänge in Umgebungen mit NSX 3.0 verwenden. Ab vSphere 7.0 Update 1 und NSX 3.1 können Sie auch vSphere Lifecycle Manager-Images verwenden, um Cluster zu verwalten, für die NSX aktiviert ist.

Verwenden von vSphere Lifecycle Manager-Baselines für das Upgrade von ESXi-Hosts in einer Umgebung mit VMware NSX® 3.0

Sie können vSphere Lifecycle Manager verwenden, um ein Upgrade der ESXi-Hosts in einer Umgebung durchzuführen, in der Sie NSX aktiviert haben.

Anforderungen

  • Stellen Sie sicher, dass die ESXi-Hosts, für die das Upgrade durchgeführt werden soll, Version 6.7 oder höher aufweisen.
  • vCenter Server Version 6.7 oder früher
  • NSX 3.0
  • Stellen Sie sicher, dass die vmknics auf dem ESXi-Host ordnungsgemäß konfiguriert sind und der DHCP-Server ordnungsgemäß funktioniert.

Workflow

  1. Aktualisieren Sie vCenter Server auf Version 7.0.

    Weitere Informationen zu Upgrades von vCenter Server finden Sie in der Dokumentation zu vSphere-Upgrade.

  2. Importieren Sie ein ESXi 7.0-ISO-Image in das vSphere Lifecycle Manager-Depot.

    Weitere Informationen finden Sie unter Importieren eines ISO-Images in das vSphere Lifecycle Manager-Depot.

  3. Laden Sie das NSX 3.0.0-NSX-Kernelmodul für VMware ESXi 7.0 von http://my.customerconnect.vmware.com herunter.
  4. Importieren Sie das Kernelmodul in das vSphere Lifecycle Manager-Depot.

    Weitere Informationen finden Sie unter Updates in das vSphere Lifecycle Manager-Depot importieren.

  5. Erstellen Sie eine Upgrade-Baseline mit dem importierten ESXi 7.0-ISO-Image.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Host-Upgrade-Baseline.

  6. Erstellen Sie eine Erweiterungs-Baseline mit dem hochgeladenen NSX-Kernelmodul.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Hosterweiterungs-Baseline.

  7. Erstellen Sie eine Baselinegruppe, die die neu erstellten Upgrade- und Erweiterungs-Baselines enthält.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Host-Baselinegruppe.

  8. Hängen Sie die Baselinegruppe an einen Cluster an.

    Weitere Informationen finden Sie unter Anhängen von Baselines und Baselinegruppen an Objekte.

  9. Standardisieren Sie den Cluster anhand der angehängten Baselinegruppe.

    Weitere Informationen finden Sie unter Standardisieren von ESXi-Hosts anhand von einzelnen oder mehreren Baselines.

Verwenden von vSphere Lifecycle Manager-Images in einer Umgebung mit NSX 3.1

Sie können NSX in einem Cluster verwenden, den Sie mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwalten. Folglich können Sie NSX Manager zum Installieren, Aktualisieren oder Entfernen von NSX-Komponenten auf den ESXi-Hosts in einem Cluster verwenden, der mit einem einzelnen Image verwendet wird.

Anforderungen

  • Stellen Sie sicher, dass alle ESXi-Hosts im Cluster Version 7.0 Update 1 oder höher aufweisen.
  • Stellen Sie sicher, dass vCenter Server die Version 7.0 Update 1 oder höher aufweist.
  • Stellen Sie sicher, dass NSX die Version 3.1 oder höher aufweist.
  • Stellen Sie sicher, dass ein vSphere Distributed Switch (VDS) für die Verwaltung des NSX-Datenverkehrs konfiguriert ist.

Unterstützte Workflows

Die folgenden Workflows werden für Cluster unterstützt, die sowohl für vSphere Lifecycle Manager-Images als auch für NSX aktiviert sind.
  • Sie können NSX in einem Cluster aktivieren, den Sie mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwalten.

    Sie führen den Vorgang durch Konfigurieren eines Transportknotenprofils (TNP) für den Cluster in NSX Manager durch. In NSX Manager können Sie entweder manuell ein Transportknotenprofil zum Cluster hinzufügen oder automatisch eines im Assistenten Erste Schritte generieren. Sie können weiterhin einzelne Transportknotenkonfigurationen nutzen, müssen aber immer ein Transportknotenprofil für die Cluster verwenden, die Sie mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwalten. NSX kann nicht in einem Cluster aktiviert werden, der ein einzelnes vSphere Lifecycle Manager-Image nutzt, wenn Sie festlegen, dass nur einzelne Transportknotenkonfigurationen für die Hosts im Cluster verwendet werden sollen.

  • Sie können Hosts zu einem Cluster hinzufügen, der mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwaltet wird und mit NSX aktiviert ist. Sie können Hosts auch aus einem solchen Cluster entfernen.

    Die Vorgänge zum Hinzufügen und Entfernen von Hosts führen Sie im vSphere Client durch. Wenn Sie dem Cluster einen Host hinzufügen, installiert vSphere Lifecycle Manager automatisch die NSX-Komponente auf dem neu hinzugefügten Host. Um einen Host einem Cluster hinzuzufügen, der mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwaltet wird, muss der Host dem mit dem Transportknotenprofil verknüpften VDS hinzugefügt werden. Andernfalls kann der Host nicht vollständig mit NSX arbeiten.

    Wenn Sie einen Host von einem Cluster, der ein einzelnes vSphere Lifecycle Manager-Image nutzt, zu einem anderen Cluster verschieben, wendet vSphere Lifecycle Manager das Image des Zielclusters zusammen mit der NSX-Zielkomponente auf den neu hinzugefügten Host an. Wird ein Host aus der vCenter Server Bestandsliste gelöscht, wird die NSX-Komponente auf dem Host deinstalliert.

    Weitere Informationen zum Hinzufügen von Hosts zu einem Cluster und Entfernen aus einem Cluster finden Sie in der Dokumentation zu vCenter Server und Hostverwaltung.

  • Sie können ein Upgrade von NSX 3.1 auf eine höhere Version in einem Cluster durchführen, den Sie mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwalten.

    Der Vorgang wird in NSX Manager durchgeführt.

  • Sie können sowohl NSX als auch ESXi in einer einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Wartungsaufgabe aktualisieren. Der Workflow wird nur unterstützt, wenn Sie ein Upgrade von NSX, Version 3.1 durchführen.

    In NSX Manager stellen Sie das NSX-Upgrade als Teil des durch den Cluster verwendeten Images bereit. Über die vSphere Lifecycle Manager-Benutzeroberfläche im vSphere Client können Sie das Image weiter bearbeiten und die Standardisierung des Clusters einleiten. Während der Standardisierung wendet vSphere Lifecycle Manager sowohl die NSX- als auch die ESXi-Upgrades auf die Hosts im Cluster an. Weitere Informationen finden Sie im Upgrade-Handbuch für NSX.

  • Sie können von der Verwendung von vSphere Lifecycle Manager zur Verwendung eines vSphere Lifecycle Manager-Images für einen Cluster, der NSX-fähig ist, wechseln.
  • Sie können NSX auf einem Host oder in einem Cluster, der mit einen einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwaltet wird, deinstallieren.
  • Sie können die Konformität überprüfen, einen Bericht zur Standardisierungsvorabprüfung generieren und einen Cluster standardisieren, der mit einem einzelnen vSphere Lifecycle Manager-Image verwaltet wird, und der NSX-fähig ist.

    Sie führen die Konformitätsüberprüfung durch, generieren eine Standardisierungsvorabprüfung und führen Standardisierungsvorgänge im vSphere Client durch. Immer dann, wenn Sie die NSX-Konfiguration in NSX Manager ändern, ändert sich der Konformitätsstatus des Clusters, der auf der Registerkarte Updates für den Cluster im vSphere Client angezeigt wird, in nicht konform. Sie können nicht konforme Hosts und Cluster im vSphere Client standardisieren oder die Probleme, die Nichtkonformität zur Folge haben, in NSX Manager beheben.

  • Sie können NSX sichern und wiederherstellen.
  • Sie können das vSphere Lifecycle Manager-Image eines Clusters, der NSX-fähig ist, exportieren und dieses Image in einen anderen Cluster importieren, der über vSphere Lifecycle Manager-Images verfügt und NSX-fähig ist.

Detaillierte Informationen zu allen Workflows, die Sie in NSX Manager durchführen, finden Sie im Administratorhandbuch für NSX.

Upgrade der NSX-Komponenten in einem vSAN-Cluster

Um ein Upgrade der NSX-Komponenten durchführen zu können, die auf den Hosts in einem Cluster installiert sind, müssen Sie den Cluster mit einem vSphere Lifecycle Manager-Image standardisieren, das die neueste Version dieser NSX-Komponenten enthält.

In einem vSAN-Cluster mit konfigurierten Fault Domains erkennt vSphere Lifecycle Manager die konfigurierten Fault Domains für den Cluster und führt das Lösungs-Upgrade gemäß der Fault Domain-Konfiguration durch. Wenn der vSAN-Cluster ein Stretched Cluster ist, müssen Sie das Upgrade des Zeugenhosts separat durchführen, nachdem vSphere Lifecycle Manager die Standardisierung für alle Fault Domains abgeschlossen hat. Weitere Informationen zur Standardisierung von vSAN Stretched Clustern und vSAN-Clustern, die mit Fault Domains konfiguriert sind, finden Sie unter Verwenden von vSphere Lifecycle Manager-Images zum Standardisieren von vSAN-Clustern mit konfigurierten Fehlerdomänen. Weitere Informationen zu Stretched Clustern finden Sie in der Dokumentation vSAN-Planung und -Bereitstellung.

Skalierbarkeit

Informationen zur Skalierbarkeit, die von vSphere Lifecycle Manager unterstützt wird, finden Sie in der VMware Configuration Maximums Matrix unter https://configmax.vmware.com/.