ESXi-Hosts, vCenter Server, vSAN-Cluster und Supervisors werden unterschiedlich lizenziert. Um die jeweiligen Lizenzierungsmodelle korrekt anzuwenden, müssen Sie sich vergegenwärtigen, wie die Lizenzkapazität von den zugewiesenen Assets verwendet wird. Sie können Ihre lokale vSphere-Infrastruktur auch in ein Abonnement umwandeln, indem Sie vSphere+- und vSAN+-Abonnements erwerben.

Lizenzierung für ESXi-Hosts

ESXi-Hosts werden mit vSphere-Lizenzen lizenziert. Jede vSphere-Lizenz besitzt eine bestimmte Kapazität, die Sie zur Lizenzierung mehrerer physischer CPUs auf ESXi-Hosts verwenden können.

Ab vSphere 7.0 deckt eine CPU-Lizenz eine CPU mit bis zu 32 Kernen ab. Wenn die CPU über mehr als 32 Kerne verfügt, benötigen Sie zusätzliche CPU-Lizenzen.

Anzahl der CPUs

Kerne pro CPU

Anzahl der CPU-Lizenzen

1

1-32

1

2

1–32

2

1

33-64

2

2

33–64

4

Wenn Sie einem Host eine vSphere Lizenz zuweisen, wird die Menge der verbrauchten Kapazität durch die Anzahl der physischen CPUs auf dem Host und die Anzahl der Kerne in jeder physischen CPU bestimmt. vSphere Desktop, das für VDI-Umgebungen bestimmt ist, und die vSphere Remote Office Branch Office (ROBO)-Editionen werden jeweils für die Anzahl der virtuellen Maschinen lizenziert.

Für die Lizenzierung eines ESXi-Hosts müssen Sie eine vSphere-Lizenz zuweisen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  • Die Lizenz muss eine ausreichende Kapazität für die Lizenzierung aller physischen CPUs und VMs auf dem Host aufweisen.

  • Die Lizenz muss alle vom Host verwendeten Funktionen unterstützen. Wenn beispielsweise dem Host ein vSphere Distributed Switch zugeordnet ist, muss die zugewiesene Lizenz die vSphere Distributed Switch-Funktion unterstützen.

Wenn Sie versuchen, eine Lizenz mit unzureichender Kapazität oder ohne Unterstützung der vom Host verwendeten Funktionen zuzuweisen, schlägt die Lizenzzuweisung fehl.

Wenn Sie das Lizenzierungsmodell mit bis zu 32 Kernen verwenden, können Sie eine vSphere-Lizenz für 10 CPUs mit 32 Kernen einer der folgenden Kombinationen von Hosts zuweisen:

  • Fünf Hosts mit je 2 CPUs mit 32 Kernen pro CPU

  • Fünf Hosts mit je 1 CPU mit 64 Kernen pro CPU

  • Zwei Hosts mit je 2 CPUs mit 48 Kernen pro CPU und zwei Hosts mit je 1 CPU mit 20 Kernen pro CPU

CPUs mit 2 oder 4 Kernen, z. B. Intel-CPUs, die 2 oder 4 unabhängige CPUs auf einem einzigen Chip kombinieren, gelten als eine CPU.

Testmodus

Nach der Installation von ESXi wird das Programm für bis zu 60 aufeinander folgende Tage im Testmodus ausgeführt. Mit einer Testmoduslizenz sind alle Funktionen der höchsten vSphere-Produktedition verfügbar.

Nachdem Sie einem ESXi-Host eine Lizenz zugewiesen haben, können Sie den Host jederzeit vor Ablauf des Testzeitraums auf den Testmodus zurücksetzen, um die gesamten verfügbaren Funktionen für den verbleibenden Testzeitraum zu untersuchen.

Wenn Sie beispielsweise einen ESXi-Host 20 Tage lang im Testmodus verwenden, ihm dann eine vSphere Standard-Lizenz zuweisen und den Host nach 5 Tagen wieder in den Testmodus zurücksetzen, können Sie während der verbleibenden Testperiode von 35 Tagen sämtliche auf dem Host verfügbaren Funktionen erkunden.

Ablauf der Lizenzierungs- und Testphase

Für ESXi-Hosts führt der Ablauf des Lizenzierungs- oder Testzeitraums dazu, dass die Verbindung mit vCenter Server getrennt wird. Alle eingeschalteten virtuellen Maschinen werden weiterhin ausgeführt, virtuelle Maschinen können jedoch nach dem Ausschalten nicht mehr eingeschaltet werden. Sie können die aktuelle Konfiguration der bereits verwendeten Funktionen ändern. Sie können die Funktionen, die vor dem Ablauf der Lizenz ungenutzt blieben, nicht verwenden.

Hinweis:

Wenn Lizenzen ablaufen, wird 90 Tage vor dem Ablauf der jeweiligen Lizenz eine Benachrichtigung angezeigt.

Lizenzierung von ESXi-Hosts nach dem Upgrade

Wenn Sie einen ESXi-Host auf eine Version aktualisieren, die mit derselben Nummer beginnt, brauchen Sie die vorhandene Lizenz nicht durch eine neue zu ersetzen. Wenn Sie beispielsweise einen Host von ESXi 5.1 auf 5.5 upgraden, können Sie die gleiche Lizenz auf dem Host beibehalten.

Wenn Sie einen ESXi-Host auf eine Hauptversion aktualisieren, die mit einer anderen Nummer beginnt, wird die Testphase neu gestartet, und Sie müssen eine neue Lizenz zuweisen. Wenn Sie beispielsweise ein Upgrade eines ESXi-Hosts von Version 5.x auf 6.x durchführen, müssen Sie den Host mit einer vSphere 6-Lizenz lizenzieren.

vSphere Desktop

vSphere Desktop ist für VDI-Umgebungen wie Horizon View vorgesehen. Die Lizenznutzung für vSphere Desktop entspricht der Gesamtzahl der eingeschalteten virtuellen Desktop-Maschinen, die auf den Hosts ausgeführt werden und einer vSphere Desktop-Lizenz zugewiesen sind.

Lizenzierung für die Funktion „vSphere-Engine für verteilte Dienste“

Mit vSphere 8.0 wird die Funktion VMware vSphere®-Engine für verteilte Dienste™ eingeführt. Sie können diese Funktion verwenden, um einige der Netzwerkvorgänge von Ihren Server-CPUs auf eine Datenverarbeitungseinheit (Data Processing Unit, DPU) auslagern. Für vSphere 8.0 müssen Sie keine separate Lizenz für Hosts mit DPU-Geräten erwerben.

Mit der vSphere-Engine für verteilte Dienste können Sie die DPU-Geräte verwenden, um die Leistung Ihres Netzwerks zu beschleunigen und den Datendurchsatz zu erhöhen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Installation und Einrichtung von VMware ESXi unter Einführung der VMware vSphere®-Engine™ für verteilte Dienste und Netzwerkbeschleunigung mithilfe der DPUs.

Um einen Host mit einem DPU-Gerät mithilfe der Funktion „vSphere-Engine für verteilte Dienste“ zu verwalten, müssen Sie über eine vSphere Enterprise Plus-Lizenz oder ein vSphere+-Abonnement verfügen.

Ab vSphere 8.0 und NSX 4.0.1 können Sie die Netzwerk-Offloads-Kompatibilität für die Weiterleitung von Netzwerkverkehr vom ESXi-Host zum DPU-Gerät verwenden. Um die Netzwerk-Offloads-Funktion nach der Aktivierung von NSX verwenden zu können, müssen Sie auch über die Lizenz für das VMware DPU-basierte Add-on „Acceleration for VMware NSX“ verfügen. Weitere Informationen zum Auslagern des Netzwerkdatenverkehrs vom ESXi-Host auf ein DPU-Gerät finden Sie in der Dokumentation zu vSphere-Netzwerk unter Was ist die Netzwerk-Offloads-Funktion. Weitere Informationen über die Basislizenz und die Add-on-Lizenzen für NSX finden Sie im Administratorhandbuch für NSX unter Lizenztypen.

Lizenzierung für vCenter Server

vCenter Server-Systeme werden mit vCenter Server-Lizenzen lizenziert, die eine instanzbasierte Kapazität aufweisen.

Für die Lizenzierung eines vCenter Server-Systems benötigen Sie eine vCenter Server-Lizenz mit der erforderlichen Kapazität für mindestens eine Instanz.

Testmodus

Wenn Sie ein vCenter Server-System installieren, befindet es sich im Testmodus. Eine Testmoduslizenz eines vCenter Server-Systems läuft 60 Tage nach der Installation des Produkts ab, und zwar unabhängig davon, ob Sie vCenter Server eine Lizenz zuweisen oder nicht. Sie können vCenter Server nur innerhalb von 60 Tagen nach der Installation auf den Testmodus zurücksetzen.

Angenommen, Sie installieren ein vCenter Server-System, verwenden es 20 Tage lang im Testmodus und weisen dem System eine entsprechende Lizenz zu. Die Testmoduslizenz von vCenter Server läuft nach den verbleibenden 40 Tagen des Testzeitraums ab.

Ablauf der Lizenzierungs- und Testphase

Wenn die Lizenzierungs- oder Testphase eines vCenter Server-Systems abläuft, werden alle Hosts von diesem vCenter Server-System getrennt. Die auf dem getrennten Hosts ausgeführten virtuellen Maschinen bleiben intakt. Bis dem vCenter Server-System eine neue Lizenz zugewiesen wird, können Sie die virtuellen Maschinen auf den getrennten Hosts verwalten, indem Sie sich separat bei jedem Host anmelden. Nachdem vCenter Server einem neuen Lizenzschlüssel zugewiesen wurde, stellen alle getrennten Hosts erneut eine Verbindung mit dem vCenter Server-System her.

Hinweis: Wenn Lizenzen ablaufen, wird 90 Tage vor dem Ablauf der jeweiligen Lizenz eine Benachrichtigung angezeigt.

Lizenzieren von vCenter Server nach einem Upgrade

Wenn Sie ein Upgrade von vCenter Server auf eine Version durchführen, die mit der gleichen Nummer beginnt, können Sie die gleiche Lizenz behalten. Wenn Sie beispielsweise ein Upgrade für ein vCenter Server-System von vCenter Server 5.1 auf 5.5. durchführen, können Sie die gleiche Lizenz auf dem System beibehalten.

Wenn Sie vCenter Server auf eine Hauptversion aktualisieren, die mit einer anderen Nummer beginnt, wird die Testphase neu gestartet, und Sie müssen eine neue Lizenz zuweisen. Wenn Sie beispielsweise ein Upgrade für ein vCenter Server-System von 5.x auf 6.x durchführen, müssen Sie das System mit einer Lizenz für vCenter Server 6 lizenzieren.

Wenn Sie ein Upgrade für die Edition der Lizenz durchführen, z. B. von vCenter Server Foundation auf vCenter Server Standard, ersetzen Sie die vorhandene Lizenz auf dem System durch die Lizenz mit dem Upgrade.

Lizenzierung für Cluster mit aktiviertem vSAN

Nachdem Sie vSAN auf einem Cluster aktiviert haben, müssen Sie dem Cluster eine entsprechende vSAN-Lizenz zuweisen.

Ähnlich wie bei vSphere-Lizenzen wird die Kapazität der vSAN-Lizenzen pro CPU angegeben. Wenn Sie einem Cluster eine vSAN-Lizenz zuweisen, entspricht die Menge der verbrauchten Lizenzkapazität der Gesamtanzahl an CPUs in den Hosts im Cluster. Wenn Sie beispielsweise einen vSAN-Cluster haben, der über vier Hosts mit jeweils acht CPUs verfügt, weisen Sie dem Cluster eine vSAN-Lizenz mit einer Mindestkapazität von 32 CPUs zu.

Die Lizenznutzung des vSAN-Clusters wird in den folgenden Fällen neu berechnet und aktualisiert:

  • Wenn Sie dem vSAN-Cluster eine neue Lizenz zuweisen.
  • Wenn Sie einen neuen Host zum vSAN-Cluster hinzufügen.
  • Wenn ein Host aus dem Cluster entfernt wird.
  • Wenn sich die Gesamtanzahl der CPUs in einem Cluster ändert.

Die vSAN-Cluster müssen mit dem vSAN-Lizenzierungsmodell konform sein. Die Gesamtanzahl an CPUs aller Hosts im Cluster darf die Kapazität der vSAN-Lizenz nicht überschreiten, die dem Cluster zugewiesen ist.

Ablauf der Lizenzierungs- und Testphase

Wenn die Lizenz oder die Testphase von vSAN abläuft, können Sie die derzeit konfigurierten vSAN-Ressourcen und -Funktionen weiterhin verwenden. Sie können jedoch einer vorhandenen Festplattengruppe keine SSD- oder HDD-Kapazität hinzufügen oder neue Festplattengruppen erstellen.

vSAN für Desktop

vSAN für Desktop ist für die Verwendung in VDI-Umgebungen wie vSphere für Desktop oder Horizon™ View™ bestimmt. Die Lizenznutzung für vSAN für Desktop entspricht der Gesamtanzahl der eingeschalteten VMs in einem Cluster mit aktiviertem vSAN.

Um die EULA-Bedingungen einzuhalten, darf die Lizenznutzung für vSAN für Desktop die Lizenzkapazität nicht überschreiten. Die Anzahl der eingeschalteten Desktop-VMs in einem vSAN-Cluster darf die Lizenzkapazität von vSAN für Desktop nicht überschreiten.

Lizenzierung für vSphere with Tanzu

Sobald Sie einen vSphere-Cluster für vSphere with Tanzu konfigurieren und dieser die Funktion eines Supervisors übernimmt, müssen Sie dem Cluster vor Ablauf der 60-Tage-Testphase eine Tanzu Edition-Lizenz zuweisen.

Informationen zu Tanzu-Lizenzen

Mit einer Tanzu-Lizenz wird die Arbeitslastverwaltungsfunktion in vSphere aktiviert. Sie gilt für Supervisoren, die mit dem vSphere-Netzwerk-Stack oder mit NSX konfiguriert sind.

Wenn Sie als vSphere-Administrator einem Supervisor eine Tanzu-Lizenz zuweisen, können Sie Namespaces erstellen und konfigurieren und DevOps-Ingenieuren Zugriff auf diese Namespaces gewähren. Als DevOps-Ingenieur können Sie Tanzu Kubernetes Grid-Cluster, vSphere-Pods und VMs innerhalb der Namespaces bereitstellen, auf die Sie zugreifen können. Wenn der Supervisor mit dem vSphere-Netzwerk-Stack konfiguriert ist, können Sie nur Tanzu Kubernetes Grid-Cluster und VMs darin bereitstellen.

Lizenzieren eines Supervisors

Nach der Aktivierung der Arbeitslastverwaltung auf vSphere-Clustern zur Bereitstellung eines Supervisors können Sie den gesamten Funktionssatz des Supervisors innerhalb eines 60-Tage-Testzeitraums nutzen. Sie müssen dem Supervisor eine Tanzu-Lizenz vor Ablauf der 60-Tage-Testphase zuweisen.

Wenn Sie NSX als Netzwerk-Stack für den Supervisor konfigurieren, müssen Sie NSX Manager eine erweiterte NSX-Lizenz oder eine höhere Lizenz zuweisen. Wenn Sie Supervisor mit dem vSphere-Netzwerk-Stack mit NSX Advanced Load Balancer konfigurieren, benötigen Sie je nach Ihrer Tanzu-Lizenzedition eine entsprechende Lizenz für den Lastausgleichsdienst.

Ablauf der Tanzu-Lizenz

Nach Ablauf einer Tanzu Edition-Lizenz können Sie weiterhin den gesamten Funktionssatz von vSphere with Tanzu verwenden, bis Sie neue Lizenzen erwerben. Sie können die abgelaufene Lizenz jedoch nicht auf neuen Supervisoren zuweisen. Sie müssen neu erstellten Supervisoren vor Ablauf der 60-Tage-Testphase eine gültige Tanzu Edition-Lizenz zuweisen.

Tanzu-Lizenzkonformität

Ein Tanzu-Lizenzschlüssel hat eine Kapazität mit bis zu 32 Kernen pro CPU, ähnlich wie die ESXi-Hostlizenzen. Wenn Sie einem Supervisor eine Tanzu-Lizenz zuweisen, wird die verbrauchte Kapazität durch die Anzahl der CPUs auf den Hosts der Cluster sowie durch die Anzahl der Kerne in jeder CPU bestimmt. Sie können einen Tanzu Edition-Lizenzschlüssel mehreren Supervisoren gleichzeitig zuweisen, aber Sie können einem Supervisor nicht mehrere Lizenzschlüssel zuweisen.

Wenn Sie einen Supervisor erweitern, indem Sie beispielsweise neue Hosts hinzufügen, und der Lizenzschlüssel, den Sie dem Supervisor zugewiesen haben, keine Kapazität mehr hat, können Sie denselben Lizenzschlüssel weiterhin verwenden. Um jedoch EULA-konform zu bleiben, müssen Sie einen neuen Lizenzschlüssel mit ausreichender Kapazität erwerben, damit alle CPUs und Kerne im Supervisor abgedeckt werden.

Ablauf des Testzeitraums

Wenn der Testzeitraum für einen Supervisor abläuft, können Sie als vSphere Administrator keine neuen Namespaces erstellen oder die Kubernetes-Version des Supervisors aktualisieren. Als DevOps-Ingenieur können Sie weder neue Arbeitslasten bereitstellen noch Änderungen an der Konfiguration der vorhandenen Tanzu Kubernetes Grid-Cluster vornehmen. Zum Beispiel können Sie keine neuen Knoten hinzufügen.

Sie können weiterhin Arbeitslasten auf Tanzu Kubernetes Grid-Clustern bereitstellen. Alle vorhandenen Arbeitslasten werden weiterhin wie erwartet ausgeführt. Alle bereits bereitgestellten Kubernetes-Arbeitslasten werden weiterhin im normalen Betrieb fortgesetzt.

vSphere+- und vSAN+-Abonnements

VMware vSphere+™ ist eine Arbeitslastplattform, mit der Sie von der lizenzbasierten Verwaltung zu einem Pay-As-You-Expand-Abonnementmodell wechseln können. Wenn Sie vSAN-Cluster in einer in ein Abonnement umgewandelten vSphere-Umgebung bereitstellen möchten, müssen Sie zusätzlich zum vSphere+-Abonnement ein VMware vSAN+™-Abonnement erwerben.

Weitere Informationen zum Umwandeln Ihrer vCenter Server-Instanz in Abonnements und zur Verwendung der vSphere+- und vSAN+-Funktionen finden Sie in der Dokumentation zu VMware vSphere+.

vSphere+- und vSAN+-Abonnements

Sie können Ihre vCenter Server-Instanzen in vSphere+ umwandeln, bevor der Lizenz-Testzeitraum abläuft oder bevor die zugewiesenen Lizenzen für die vCenter Server- und ESXi-Hosts ablaufen. Wenn Ihre vCenter Server-Instanz vSAN -Cluster verwaltet, müssen Sie zusätzlich zum vSphere+-Abonnement ein vSAN+-Abonnement erwerben. Sie können Ihre vCenter Server-Instanzen nicht in ein vSphere+-Abonnement mit vSAN-Clustern umwandeln, die Lizenzen verwenden. Sie müssen ein vSAN+-Abonnement erwerben, bevor Ihr vSAN-Lizenz-Testzeitraum abläuft oder bevor die aktuell zugewiesene vSAN-Lizenz abläuft.

Um ein Upgrade Ihrer vSphere-Umgebung auf ein Abonnement durchzuführen, müssen Sie das vCenter Server Cloud Gateway in Ihrer lokalen Umgebung installieren und Ihre vCenter Server-Instanzen mit VMware Cloud verbinden. Sie können bis zu vier vCenter Server-Instanzen auf jedem vCenter Cloud Gateway verbinden. Sie können Ihre vSphere-Infrastruktur überwachen, ein Upgrade Ihrer vCenter Server-Instanzen durchführen und VMs nach Bedarf über eine zentrale VMware Cloud-Konsole (VMC) erstellen.

Wenn Sie vSAN auf einem Cluster mit einem vSAN+-Abonnement deaktivieren, wird das vSphere+-Abonnement automatisch auf alle ESXi-Hosts angewendet, die diesem Cluster zugeordnet sind.

Im vSphere Client können Sie die Abonnementinformationen für Ihre vSphere+- und vSAN+-Abonnements anzeigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abonnementinformationen für Ihren vCenter Server.

Berechnen der erforderlichen Abonnementkapazität

Sie müssen mindestens 16 Kerne Kapazität pro CPU für ein vSphere+-Abonnement erwerben.

Berechnen Sie die für Ihre vSphere-Umgebung erforderliche Abonnementkapazität anhand der folgenden Formel:

Subscription capacity = number of cores per CPU × number of CPUs per ESXi host × number of ESXi hosts
Tabelle 1. Abonnementkapazität für ein vSphere+-Abonnement

ESXi-Hosts

CPUs pro ESXi-Host

Kerne pro CPU

Erforderliche Mindestkapazität für Abonnements

1

1

8

32

2

2

8

64

1

4

16

64

Die Abonnementkapazität, die Sie für ein vSAN+-Abonnement benötigen, wird auf dieselbe Weise berechnet wie die Abonnementkapazität, die für vSphere+ erforderlich ist.

Berechnen Sie die für jeden Ihrer vSAN-Cluster erforderliche Abonnementkapazität anhand der folgenden Formel:

Subscription capacity for a vSAN cluster = number of cores per CPU * nunber of phisical CPUs per host * number of ESXi hosts associated with the vSAN cluster

Wenn Sie über eine große Umgebung verfügen, stellt VMware ein PowerCLI-Skript bereit, mit dem Sie die Anzahl der Lizenzen ermitteln können, die zum Abonnieren Ihrer vorhandenen Bereitstellungen für vSphere+ und vSAN+ erforderlich sind. Weitere Informationen zur Verwendung dieses Skripts finden Sie im Knowledgebase-Artikel KB 89116.

Kostenlose Testversion

VMware bietet ein kostenloses Testabonnement für vSphere+ und vSAN+ an. Wenn Sie bereit sind, ein vSphere+-Abonnement zu erwerben, wenden Sie sich an einen VMware-Vertriebsmitarbeiter oder einen VMware-Partner, der Ihnen bei der Umwandlung Ihrer lokalen Arbeitslasten in ein Abonnement helfen kann. Abonnements können für einen Zeitraum von einem oder drei Jahren erworben werden.

Wenn die kostenlose Testversion abläuft, können Sie nicht mehr auf die Funktionen vSphere+ und vSAN+ zugreifen.