Im Microsoft Azure-Portal können Sie eine virtuelle Maschine (VM) mit einem Windows-Gastbetriebssystem erstellen, das für die VDI-Client-basierten Desktops, RDS-basierten Sitzungsdesktops oder RDS-basierten Remoteanwendungen verwendet werden soll. Sie erstellen diese virtuelle Maschine mithilfe des für den Horizon Cloud-Pod verwendeten Abonnements.

Diese virtuelle Maschine muss in demselben Microsoft Azure-VNet (virtuellen Netzwerk) erstellt werden, mit dem der Pod verbunden ist. Außerdem muss diese virtuelle Maschine in der Ressourcengruppe vmw-hcs-podID-base-vms erstellt worden sein, wobei podID den UUID-Bezeichner des Pods darstellt. Horizon Cloud erkennt automatisch VMs, die sich in dieser Ressourcengruppe befinden. Horizon Cloud listet diese VMs auf dem Bildschirm „Bestand“ in der Verwaltungskonsole auf, wenn für sie die Option Speicher – Verwaltete Festplatte verwenden auf Ja festgelegt ist.

Für Ihre importierten VMs können Sie Microsoft Windows-VMs verwenden, die im VM-Katalog des Microsoft Azure-Portals verfügbar sind und mit den Betriebssystemen übereinstimmen, die derzeit für die Verwendung in dieser Version von Horizon Cloud unterstützt werden. Links zu den Knowledgebase-Artikeln zu den unterstützten Betriebssystemen finden Sie im Abschnitt „Umgebungen, Betriebssysteme und Kompatibilität“ der Versionshinweise zu dieser Version.

Hinweis: Die automatisierte Methode zum Importieren von VMs aus Marketplace verwendet die folgenden spezifischen VM-Familien beim Erstellen einer VM. Normalerweise würden Sie eben diesen Mustern folgen, wenn Sie manuell eine VM für den Import in Horizon Cloud erstellen. Da Sie später die VM-Typen für die eigentlichen RDS-basierten VMs und die VDI-Client-basierten Desktops bei der Erstellung der Farmen und VDI-Desktop-Zuweisungen auswählen, gibt es nur wenige Gründe, VM-Größen für die importierte VM zu verwenden, die größer sind als die des automatisierten Vorgangs zum Importieren von VMs aus Marketplace. Möglicherweise möchten Sie eine größere Größe ausprobieren, wenn Sie Anwendungen in die VM laden und testen möchten, bevor Sie das Golden Image basierend auf dieser VM versiegeln.
  • RDS-basierte Betriebssysteme ohne GPU: D2 V3-Standardtyp
  • Client-basierte Betriebssysteme ohne GPU: D4 V3-Standardtyp
  • GPU-gestützte, RDS-basierte Betriebssysteme: NV6-Standardtyp
  • GPU-gestützte, Client-basierte Betriebssysteme: NV6-Standardtyp

Wenn die Microsoft Azure-Region, in der der Pod bereitgestellt wird, nicht den Standardtyp D2 V3 oder D4 V3 umfasst, verwendet der automatisierte Vorgang zum Importieren von VMs aus Marketplace den Standard D2 V2 (für RDS-basierte Betriebssysteme) und D3 V2 (für Client-basierte Betriebssysteme).

Einzelheiten zu den Typen und Größen der Microsoft Azure-VMs für Horizon Cloud finden Sie im VMware Knowledgebase-Artikel 77120. Details zur VM-Größe finden Sie in der Dokumentation zu Microsoft Azure unter Größen für virtuelle Maschinen von Windows in Azure.

Hinweis: Die Microsoft-VM-Typen, die eine GPU-Beschleunigung unterstützen, die Typen der NV-Serie, sind nur in bestimmten Microsoft Azure-Regionen verfügbar. Damit GPU-basierte RDS-Desktops oder Remoteanwendungen über den Pod verfügbar sind, muss sich der Pod in einer Microsoft Azure-Region befinden, in der diese VM-Typen der NV-Serie verfügbar sind. Details finden Sie unter Microsoft Azure-Produkte nach Region.

Voraussetzungen

Ermitteln Sie folgende Informationen zu dem Pod, für den Sie die virtuelle Maschine erstellen. Um diese Informationen anzuzeigen, öffnen Sie in der Horizon Cloud-Verwaltungskonsole die Details zum Pod. Dazu navigieren Sie zu Einstellungen > Kapazität und klicken auf den Namen des Pods. Ermitteln Sie Folgendes auf der Registerkarte „Übersicht“ des Pods:
  • Den Namen des virtuellen Netzwerks, mit dem Ihr Pod verbunden ist. Sie müssen das gleiche virtuelle Netzwerk auswählen, das Sie für die Erstellung der virtuellen Maschine verwendet haben.
  • Die ID des Pods, für den Sie die VM erstellen. Die Pod-ID ist ein Bezeichner im UUID-Format. Sie benötigen diese UUID, um die Ressourcengruppen des Pods im Microsoft Azure-Portal zu identifizieren, sodass Sie wissen, in welcher Ressourcengruppe sich die VM befindet.
  • Wenn der Pod mit einem manuell erstellten Subnetz bereitgestellt wurde, benötigen Sie den Namen des Desktop-(Mandanten-)Subnetzes. Sie müssen dasselbe Subnetz auswählen, wenn Sie die virtuelle Maschine erstellen.

Prozedur

  1. Melden Sie sich beim Microsoft Azure-Portal mithilfe des Microsoft Azure-Kontos an, das dem Abonnement zur Bereitstellung des Pods zugeordnet ist.
  2. Navigieren Sie in die Ressourcengruppe vmw-hcs-podID-base-vms des Pods, indem Sie in der linken Navigationsleiste des Portals auf Ressourcengruppen klicken, diese Ressourcengruppe suchen und auf ihren Namen klicken.
    Geben Sie die ID dieses Pods im Bildschirm Ressourcengruppen in das Feld Nach Name filtern ein, um nur die Ressourcengruppen für einen bestimmten Pod aufzulisten.
  3. Klicken Sie auf dem Bildschirm für diese Ressourcengruppe vmw-hcs-podID-base-vms auf Hinzufügen.
  4. Wählen Sie das Microsoft Windows-Betriebssystem aus, die Sie verwenden möchten.
    Wählen Sie das Betriebssystem basierend darauf aus, ob Sie VDI-Client-basierte Desktops oder RDS-basierte Desktops oder Remoteanwendungen mithilfe dieser Basis-VM bereitstellen möchten. Links zu Knowledge Base-Artikeln zu den Betriebssystemen, die von Horizon Cloud unterstützt werden, finden Sie unter dem Dokumentationsthema Horizon Cloud – Umgebungen, Betriebssysteme und Kompatibilität.
    Wichtig: Falls Sie GPU-basierte RDS-basierte Desktops aktivieren möchten, vewenden Sie nicht Microsoft Windows Server 2012 R2. Bei einer Beschränkung des NVIDIA-Treibers wird die Anzahl der Endbenutzersitzungen, die auf die einzelnen Windows Server 2012 R2-Farm-VMs zugreifen können, auf jeweils maximal 20 Sitzungen begrenzt.

    Wählen Sie nicht Microsoft Windows 7 aus, wenn Sie über GPU-basierte Desktops verfügen möchten. Die Verwendung von Windows 7 mit GPU wird in Horizon Cloud nicht unterstützt.

  5. Klicken Sie auf die virtuelle Maschine, die als Basis-VM verwendet werden soll.
  6. Stellen Sie im neuen Bereich sicher, dass Deploy with Resource Manager unter der Schaltfläche Erstellen angezeigt wird, und klicken Sie dann auf Erstellen.
    Das Portal zeigt die Schritte des Assistenten zum Erstellen der virtuellen Maschine an, beginnend mit dem Schritt Grundlagen.

    Der folgende Screenshot veranschaulicht die angezeigten Schritte des Assistenten, wenn Windows 10 pro N, Version 1809, ausgewählt wurde.


    Screenshot vom Schritt „Grundlagen“ beim Erstellen einer virtuellen Maschine

  7. Füllen Sie im Schritt Grundlagen die erforderlichen Felder aus und klicken Sie auf Weiter: Festplatten, um Ihre Werte zu speichern und mit dem nächsten Schritt fortzufahren.
    Option Beschreibung
    Abonnement Behalten Sie die Standardeinstellung Ihres Abonnements bei.
    Ressourcengruppe Wählen Sie die Ressourcengruppe der Basis-VMs für den Pod aus, über die Sie die virtuellen Desktops und Anwendungen (vmw-hcs-podID-base-vms) bereitstellen möchten.
    Name der virtuellen Maschine Legen Sie für diese virtuelle Maschine einen Namen mit bis zu 15 alphanumerischen Zeichen fest.
    Region Wählen Sie die Region aus, die mit der Microsoft Azure-Region übereinstimmt, in der Ihr Pod bereitgestellt wird.
    Hinweis: Wenn Sie eine GPU-basierte virtuelle Maschine verwenden möchten, müssen die VM-Typen der NV-Serie in der Microsoft Azure-Region des Pods verfügbar sein. Die Typen der NV-Serie sind nicht in allen Microsoft Azure-Regionen verfügbar.
    Verfügbarkeitsoptionen Behalten Sie die Standardeinstellung bei (Keine Infrastruktur-Redundanz).
    Image Stellen Sie sicher, dass die Auswahl mit dem gewünschten Windows-Betriebssystem übereinstimmt.
    Größe Wählen Sie einen Größe für die VM aus. Wenn Sie Ihre Auswahl entsprechend den durch den automatisierten Assistenten zum Importieren von VMs aus Marketplace des Systems verwendeten Optionen treffen möchten, sind diese Optionen:
    • RDS-basierte Betriebssysteme ohne GPU: D2 V3-Standardtyp
    • Client-basierte Betriebssysteme ohne GPU: D4 V3-Standardtyp
    • GPU-gestützte, RDS-basierte Betriebssysteme: NV6-Standardtyp
    • GPU-gestützte, Client-basierte Betriebssysteme: NV6-Standardtyp
    Hinweis: Horizon Cloud unterstützt nicht die Verwendung von GPUs der Serie NV mit Microsoft Windows 7.
    Benutzername Geben Sie einen Namen für das standardmäßige Administratorkonto der VM ein.
    Kennwort

    Kennwort bestätigen

    Geben Sie das Kennwort für das standardmäßige Administratorkonto noch einmal ein.

    Das Kennwort muss den Regeln der Kennwortkomplexität genügen, die Microsoft Azure für die virtuelle Maschine definiert. Grundsätzlich muss das Kennwort aus mindestens 12 Zeichen bestehen, wobei Zeichen folgender Art enthalten sein müssen: ein Kleinbuchstabe, ein Großbuchstabe, eine Zahl und ein anderes Sonderzeichen als der Rückschrägstrich (\) und der Bindestrich (-).

    Öffentliche eingehende Ports Wenn Sie die Agents durch Herstellen einer Verbindung mit der VM über das Internet mithilfe von RDP installieren möchten, wählen Sie Ausgewählte Ports zulassen und RDP (Port 3389) aus.
    Abschnitt GELD SPAREN Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wählen Sie die geeigneten Optionen für die gültige Lizenzierung aus, die Ihre Organisation für das von Ihnen ausgewählte Microsoft-Betriebssystem hat.

    Der folgende Screenshot zeigt die Einstellungen, wenn Microsoft Windows 10 ProN, Version 1809 der ausgewählte VM-Typ ist.


    Schritt „Grundlagen“ zum Erstellen einer VM mit eingetragenen Werten

  8. Wählen Sie im Schritt Festplatten entweder Standard-SSD oder Standard-HDD als OS-Festplattentyp aus.
    Wenn diese VM für GPU-basierte virtuelle Desktops oder Anwendungen verwendet wird, wählen Sie Standard-HDD als Festplatten-Typ aus. Andernfalls können Sie entweder die Standardeinstellung SSD beibehalten oder HDD auswählen, je nach Bedarf.
  9. (Optional) Wenn Sie im Schritt Festplatten möchten, dass die virtuellen Desktops oder RDSH-Instanzen, die auf diesem Basisimage basieren sollen, mit Datenfestplatten verknüpft werden, verwenden Sie den Abschnitt DATENFESTPLATTEN, um Datenfestplatten zu erstellen und an diese Basis-VM anzuhängen.
    Wählen Sie im Fenster Neue Festplatte erstellen als Quelltyp die Option Keine (leere Festplatte) aus. Für die anderen Optionen können Sie die Standardeinstellungen beibehalten oder ändern. Sie können den Namen der Datenfestplatte anpassen. Wenn Sie die erforderlichen Einstellungen festgelegt haben, klicken Sie auf OK.

    Der folgende Screenshot zeigt das Fenster Neue Festplatte erstellen mit ausgefüllten Feldern.


    Screenshot, der den Schritt zum Erstellen einer neuen Datenfestplatte veranschaulicht

    Wenn die Festplatte im Schritt Festplatten aufgeführt ist, können Sie optional eine Host-Caching-Einstellung für die Datenfestplatte auswählen. In der Regel wählen Sie eine Einstellung danach aus, was Ihrer Meinung nach am besten für Ihre beabsichtigte Verwendung der Datenfestplatte geeignet ist.

  10. Erweitern Sie im Schritt Festplatten den Abschnitt ERWEITERT und bestätigen Sie, dass der Schalter Verwaltete Festplatten verwenden auf Ja festgelegt ist.
    Vorsicht: Für Verwaltete Festplatte verwenden muss Ja ausgewählt sein. Wenn für die virtuelle Maschine unter Verwaltete Festplatte verwenden nicht Ja eingestellt ist, bevor Sie das Installationsprogramm ausführen, mit dem die Agent-bezogenen Softwarekomponenten installiert werden, kann Horizon Cloud diese virtuelle Maschine nicht verwenden. Sie müssen dann eine andere virtuelle Maschine erstellen.
    Der folgende Screenshot ist eine Abbildung mit einer festgelegten Datenfestplatte.
    Screenshot, der die Schritte „Eine VM erstellen – Festplatten“ ausgefüllt zeigt.

  11. Klicken Sie auf Weiter: Netzwerk, um mit dem nächsten Schritt fortzufahren.
  12. Konfigurieren Sie im Schritt Netzwerk das virtuelle Netzwerk sowie die Subnetzeinstellungen wie im Folgenden beschrieben und klicken Sie abschließend auf Überprüfen und erstellen, um Ihre Einträge zu speichern und mit der Überprüfung fortzufahren.
    bernehmen Sie für alle anderen Einstellungen die Standardwerte.
    Achtung:
    • Wie bereits oben im Abschnitt „Voraussetzungen“ beschrieben, müssen Sie das Virtuelle Netzwerk auf das VNet festlegen, das für den Pod verwendet wird.
    • Ändern Sie nicht die Standardeinstellungen für die anderen Optionen im Bildschirm „Netzwerk“ (z. B. keine Erweiterungen). bernehmen Sie die Standardwerte für diese Optionen. Nehmen Sie keine Änderungen außer den in der folgenden Tabelle beschriebenen vor.
    Option Beschreibung
    Virtuelles Netzwerk Klicken Sie auf Virtuelles Netzwerk und wählen Sie das virtuelle Netzwerk (VNet) aus, mit dem der Pod verbunden ist.
    Subnetz Klicken Sie auf Subnetz und wählen Sie das Subnetz aus, das das Desktop-(Mandanten-)Subnetz Ihres Pods ist. Wenn der Pod-Bereitsteller die Subnetze automatisch erstellt hat, als der Pod bereitgestellt wurde, hat dieses Subnetz den Namen vmw-hcs-podID-net-tenant.

    Erstellen einer Basis-VM in Microsoft Azure – Schritt 3

    Wenn Sie auf Überprüfen und erstellen klicken, wird ein Validierungsvorgang ausgeführt. Wenn der Assistent durchläuft, geht er zum letzten Schritt über.
  13. Überprüfen Sie im letzten Schritt die Übersicht und die Einstellungen, insbesondere die Ressourcengruppe, das virtuelle Netzwerk, das Subnetz und die Einstellung von Verwaltete Festplatten verwenden auf Yes.
    Der Name der Ressourcengruppe und der des Subnetzes müssen die Pod-UUID ( podID) enthalten.
    Einstellung Wert
    Ressourcengruppe vmw-hcs-podID-base-vms
    Verwaltete Festplatten verwenden Yes
    Virtuelles Netzwerk Das virtuelle Netzwerk des Pods.
    Subnetz vmw-hcs-podID-net-tenant

    Erstellen einer Basis-VM in Microsoft Azure

  14. Starten Sie die Bereitstellung der VM, indem Sie auf die Schaltfläche Erstellen unten im Fenster klicken.

Ergebnisse

Microsoft Azure startet die Bereitstellung der neuen virtuellen Maschine in der Ressourcengruppe. Wenn die virtuelle Maschine erfolgreich in Microsoft Azure bereitgestellt wurde, wird die virtuelle Maschine auf der Seite „Importierte VMs“ in der Horizon Cloud-Konsole aufgeführt. Die Seite zeigt den VM-Agent-Status als Not Paired an, da Sie die Agent-bezogenen Komponenten noch nicht installiert haben.
Auf der Seite „Importierte VMs“ wird das neu erstellte manuelle Image mit einem grünen Pfeil angezeigt, der auf den Agent-Status zeigt

Hinweis: Wenn Sie alle Bedingungen erfüllt haben – Erstellen der VM mit verwalteten Festplatten, Anhängen der VM an das primäre Mandantensubnetz des Pods und Auffinden der VM in der base-vms-Ressourcengruppe des Pods –, und die VM nicht auf der Seite aufgeführt wird, kann dies an dem selten auftretenden Problem liegen, dass der Pod VMs nicht erkennt, die keine Tags besitzen. Um dieses Problem zu umgehen, fügen Sie im Microsoft Azure-Portal manuell ein Tag zur VM hinzu. Das Tag kann einen beliebigen Wert enthalten. Klicken Sie im Microsoft Azure-Portal auf der Übersichtsseite der VM, auf Tags (ändern), dann auf Ändern und fügen Sie ein Tag hinzu. Aktualisieren Sie dann die Seite „Importierte VMs“.

Nächste Maßnahme

Die komplette Bereitstellung der virtuellen Maschine kann einige Minuten dauern. Wenn das Portal-Dashboard anzeigt, dass die virtuelle Maschine erstellt wurde und bereit ist, stellen Sie eine Remotedesktop-Verbindung zur öffentlichen IP-Adresse der virtuellen Maschine her und setzen Sie die Konfiguration der Basis-VM fort. Führen Sie die unter Vorbereitung der manuell erstellten VM vor der Installation der Agents aufgeführten Schritte aus.