VMware aktualisiert regelmäßig die Softwarekomponenten von Horizon Cloud, um neue Funktionen einzubinden und Fehler zu beheben. In der Regel aktualisiert VMware wöchentlich die Verwaltungsumgebung in der Cloud und etwa vierteljährlich die in einem bereitgestellten Pod verwendeten Softwarekomponenten. Der normale Aktualisierungsvorgang wird durchgeführt, ohne dass Systemausfallzeiten entstehen.

Wichtig: Wenn der Pod bereits mit dem in der Cloud gehosteten VMware Identity Manager™ integriert ist und Sie den Linux Connector Version 2017.12.1.0 verwenden, empfiehlt es sich, dass Sie den Connector auf die neuste Version aktualisieren, bevor Sie den Pod aktualisieren. Informationen zur Connector-Version, die von dieser Horizon Cloud-Version unterstützt wird, finden Sie in den VMware Product Interoperability Matrixes unter https://www.vmware.com/resources/compatibility/sim/interop_matrix.php. Führen Sie die Schritte unter Vorbereiten des Upgrades von VMware Identity Manager Connector aus. Führen Sie dann ein Upgrade des Pods durch.

Die Aktualisierung der Software in Ihrem bereitgestellten Pod führt zur entsprechenden Aktualisierung der Verwaltungssoftware für den Haupt-Pod und der Unified Access Gateway-Software. Beispielsweise kann ein Pod-Software-Update Aktualisierungen für die Pod-Verwaltungssoftware oder für die Unified Access Gateway-Software oder für beides enthalten.

Verwenden Sie die Seite „Kapazität“, um auf einen Blick zu sehen, für welche Pods Updates zur Verfügung stehen. Navigieren Sie zu Einstellungen > Kapazität. Ein visueller Indikator erscheint neben den Pods, für die Updates verfügbar sind. Wenn Sie den Mauszeiger über die Statusanzeige bewegen, zeigt ein Popup-Fenster zusätzliche Details an.

Der folgende Screenshot zeigt an, wo die Angabe des verfügbares Update in der Ansicht „Speicherort“ auf der Seite „Kapazität“ angezeigt wird.


Horizon Cloud auf Microsoft Azure: Screenshot der Seite „Kapazität“ mit einem Pod, für den ein Update verfügbar ist. Der grüne Pfeil zeigt auf den visuellen Indikator.

Sie können die Update-Details für einen bestimmten Pod anzeigen, indem Sie Einstellungen > Kapazität auswählen und auf den Pod klicken, um die Übersichtsseite zu öffnen. Wenn ein Update verfügbar ist, erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm, die im Eintrag Versionsnr. das Update beschreibt. Die angezeigte Versionsnummer entspricht der Version des Software-Manifests des Pods.


Horizon Cloud auf Microsoft Azure: Screenshot der Detailseite des Pods mit Update-Nachrichten und grünen Pfeilen, die darauf zeigen.

Hinweis: Nachdem Sie einen Pod von älteren auf neuere Versionen aktualisiert haben, können Sie die Agent-bezogene Software in den bereits veröffentlichten Images, Farmen und VDI-Desktop-Zuweisungen des Pods auf die gleiche Agent-Versionsebene aktualisieren, die mit der aktualisierten Pod-Version geliefert wird. Die Agent-bezogene Aktualisierung erfolgt in einem von der Pod-Aktualisierung getrennten Prozess. Die Schritte zum Aktualisieren der Agent-bezogenen Software nach dem Aktualisieren des Pods finden Sie unter Aktualisieren der Agent-Software für RDSH-Images, Aktualisieren der Agent-Software für dedizierte VDI-Desktop-Zuweisungen und Aktualisieren der Agent-Software für Images, die von Floating VDI-Desktop-Zuweisungen verwendet werden..

Die Aktualisierung der Pod-Software wird in den folgenden Schritten durchgeführt.

  1. Download der neuen Software, ein automatischer Prozess
  2. Planung der Aktualisierung
  3. Migration auf die neue Version

Phase 1: Neue Software herunterladen

Der erste Schritt – der Download neuer Software – wird durchgeführt, wenn eine neue Version der Pod-Software verfügbar ist. Horizon Cloud löst den Download der neuen Softwareversion durch den bereitgestellten Pod aus. Die Bereitsteller-Software erstellt eine inaktive parallele Pod-Umgebung. Dieser Schritt ist nicht wahrnehmbar, und das System bleibt weiterhin erreichbar.

Wenn der erste Schritt abgeschlossen ist, wird auf der Seite „Kapazität“ neben den Pods, die sich eine Ebene unter der Aktualisierung befinden, ein visueller Hinweis angezeigt, dass ein Update verfügbar ist.

Phase 2: Aktualisierung eines Pods planen

In der zweiten Phase wird die Aktualisierung geplant. Sie planen die Aktualisierung für einen Pod über die Übersichtsseite des Pods. Wählen Sie dazu Aktualisieren > Planen aus.

Wichtig: Entfernen Sie vor der Aktualisierung alle gegebenenfalls in Microsoft Azure festgelegten Verwaltungssperren für die virtuellen Maschinen (VMs) des Pods. Alle VMs mit Namen, die einen Teil wie vmw-hcs- podID aufweisen, wobei podID der ID-Wert des Pods ist, gehören zum Pod. Microsoft Azure bietet die Möglichkeit, das Microsoft Azure-Portal zum Sperren von Ressourcen zu verwenden, um Änderungen an diesen zu verhindern. Solche Verwaltungssperren können auf eine gesamte Ressourcengruppe oder auf einzelne Ressourcen angewendet werden. Wenn Sie oder Ihre Organisation Verwaltungssperren für die VMs des Pods festgelegt haben, müssen diese Sperren vor der Aktualisierung entfernt werden. Andernfalls kann die Aktualisierung nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Sie finden den ID-Wert des Pods auf der Detailseite des Pods auf der Seite „Kapazität“.

Sie bestimmen einen geeigneten Zeitpunkt für die Aktualisierung. In der Regel dauert die Aktualisierung selbst oder die Migration von der vorhandenen Version zur neuen Version etwa zehn Minuten. Dabei hat es sich bewährt, die Aktualisierung für einen Zeitpunkt zu planen, an dem die Umgebung am wenigsten ausgelastet ist. Wenn die Aktualisierung geplant ist, zeigt die Verwaltungskonsole den geplanten Zeitpunkt in einem Banner oben an.

Wichtig: Wenn Sie die Aktualisierung auf der Detailseite des Pods planen, werden Sie nach Datum und Uhrzeit gefragt. Diese Zeit bezieht sich auf die lokale Zeitzone Ihres Browsers.

Horizon Cloud auf Microsoft Azure: Screenshot der Seite „Kapazität“ mit oberem Banner, das die Uhrzeit der geplanten Pod-Aktualisierung anzeigt.

Sie können die Uhrzeit für die Aktualisierung jederzeit vor dem geplanten Zeitpunkt neu einstellen, wenn die Bedürfnisse Ihres Unternehmens dies erforderlich machen.

Hinweis: Wenn der Radius-Server im selben VNET bereitgestellt wird, müssen Sie auch die Einstellungen auf Ihrem Radius-Server aktualisieren, damit die neuen privaten IP-Adressen für die neuen internen Unified Access Gateway-VMs akzeptiert werden. Dies ist eine einmalige Anforderung und muss für zukünftige Updates nicht wiederholt werden.

Phase drei: Migration auf die neue Version

Der dritte Schritt, d. h. die Migration auf die neue Version, wird zum geplanten Zeitpunkt durchgeführt. Hierbei wird die Migration vom System ausgelöst. Es dauert etwa fünf bis zehn Minuten, bis dieser Vorgang abgeschlossen ist. Dabei werden die Daten und Konfiguration der derzeit ausgeführten Umgebung in die neue Umgebung migriert. Nachdem alles in die neue Umgebung migriert wurde, wird die Umgebung vor der Aktualisierung ausgeschaltet.

Während der Migration finden folgende Einschränkungen Anwendung:

  • Sie können keine Verwaltungsaufgaben auf dem Pod ausführen, auf dem das Update ausgeführt wird.
  • Endbenutzer, die keine Verbindung zu ihren virtuellen Desktops oder Remoteanwendungen haben, die vom aktualisierten Pod bereitgestellt werden, und versuchen, eine Verbindung herzustellen, können dies nicht tun.
  • Endbenutzer mit über den Pod verbundenen Sitzungen werden von ihren aktiven Sitzungen getrennt. Nachdem die Migration abgeschlossen ist, können diese Benutzer erneut eine Verbindung herstellen. Es kommt zu keinem Datenverlust, es sei denn, Sie haben die Option Sofort für das Timeout-Handling in den Farmen und VDI-Desktop-Zuweisungen verwendet.
Vorsicht: Benutzer mit verbundenen Sitzungen auf Desktops oder Remoteanwendungen, die von Farmen und VDI-Desktop-Zuweisungen bedient werden, die die Einstellung Getrennte Sitzungen abmelden auf Sofort gesetzt haben, werden sofort abgemeldet und diese abgemeldeten Sitzungen werden ebenfalls sofort abgemeldet. Unter diesen Bedingungen geht jede noch nicht abgeschlossene Arbeit des Benutzers verloren.

Um den Verlust laufender Endbenutzerdaten für dieses Szenario zu vermeiden, passen Sie vor Beginn des Migrationsprozesses die Einstellung Getrennte Sitzungen abmelden in den Farmen und VDI-Desktop-Zuweisungen auf einen Zeitwert an, der diesen Benutzern Zeit gibt, ihre Arbeit zu speichern. Nachdem das Update abgeschlossen ist, können Sie die Einstellung wieder ändern.

Wenn das Update abgeschlossen ist, können Sie Verwaltungsaufgaben auf dem Pod ausführen. Um die Softwareversion anzuzeigen, die ein Pod derzeit ausführt, wählen Sie Einstellungen > Kapazität aus und klicken Sie auf den Pod, um die Seite „Übersicht“ zu öffnen. Auf der Seite wird die derzeit ausgeführte Software-Version angezeigt. Klicken Sie auf die Nummer der Softwareversion, um die damit verbundenen Versionsinformationen anzuzeigen.

Hinweis: Nach der Aktualisierung eines Pods verbleibt die alte Pod-Umgebung in Ihren Microsoft Azure-Ressourcengruppen im ausgeschalteten Zustand für den Fall, dass ein Rollback erforderlich ist. Die alte abgeschaltete Pod-Umgebung wird im nächsten Update-Zyklus automatisch gelöscht.