Laden Sie vor dem Upgrade der vCenter Server-Appliance die ISO-Datei des vCenter Server-Installationsprogramms herunter und mounten Sie sie auf einer virtuellen Netzwerkmaschine oder dem physischen Server, von der bzw. dem aus Sie das Upgrade durchführen möchten.

Der Computer, von dem aus Sie das Upgrade der Appliance durchführen, muss unter einem Windows-, Linux- oder Mac-Betriebssystem ausgeführt werden, das die Betriebssystemanforderungen erfüllt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Systemanforderungen für das vCenter Server-Installationsprogramm.

Vor dem Upgrade einer vCenter Server-Appliance müssen Sie die ESXi-Hosts in der Bestandsliste vorbereiten.

Wenn die vCenter Server-Appliance eine externe Oracle-Datenbank verwendet, müssen Sie die Größe der vorhandenen Datenbank bestimmen.

Wenn die vCenter Server-Appliance eine externe Update Manager-Instanz verwendet, müssen Sie den Migrationsassistenten auf dem Computer ausführen, auf dem Update Manager ausgeführt wird.

Systemanforderungen für das vCenter Server-Installationsprogramm

Sie können das Installationsprogramm für die vCenter Server-GUI oder -CLI über einen Clientcomputer im Netzwerk mit einer unterstützten Version eines Windows-, Linux- oder Mac-Betriebssystems ausführen.

Um eine optimale Leistung der GUI- und CLI-Installationsprogramme zu gewährleisten, verwenden Sie einen Clientcomputer, der die Mindestanforderungen an die Hardware erfüllt.

Tabelle 1. Systemanforderungen für die GUI- und CLI-Installationsprogramme
Betriebssystem Unterstützte Versionen Mindestanforderungen an die Hardwarekonfiguration für optimale Leistung
Windows
  • Windows 10, 11
  • Windows 2016 x64-Bit
  • Windows 2019 x64-Bit
  • Windows 2022 x64-Bit
4 GB RAM, 2 CPU mit 4 Kernen mit 2,3 GHz, 32 GB Festplatte, 1 Netzwerkkarte
Linux
  • SUSE 15
  • Ubuntu 18.04, 20.04, 21.10
4 GB RAM, 1 CPU mit 2 Kernen mit 2,3 GHz, 16 GB Festplatte, 1 Netzwerkkarte
Hinweis: Für das CLI-Installationsprogramm ist ein 64-Bit-Betriebssystem erforderlich.
Mac
  • macOS 10.15, 11, 12
  • macOS Catalina, Big Sur, Monterey
8 GB RAM, 1 CPU mit 4 Kernen mit 2,4 GHz, 150 GB Festplatte, 1 Netzwerkkarte
Hinweis: Für Clientcomputer mit Mac 10.15 oder höher werden parallele GUI-Bereitstellungen mehrerer Appliances nicht unterstützt. Sie müssen die Appliances nacheinander bereitstellen.
Hinweis: Zum Ausführen des CLI-Installationsprogramms unter Windows-Versionen vor Windows 10 müssen Visual C++ Redistributable-Bibliotheken installiert werden. Die Microsoft-Installationsprogramme für diese Bibliotheken befinden sich im Verzeichnis vcsa-cli-installer/win32/vcredist.
Hinweis: Für die Bereitstellung der vCenter Server Appliance mit der GUI wird zur ordnungsgemäßen Darstellung eine minimale Auflösung von 1024 x 768 Pixel benötigt. Bei niedrigeren Auflösungen können die Elemente der Benutzeroberfläche abgeschnitten werden.

Herunterladen und Mounten des vCenter Server-Installationsprogramms

VMware veröffentlicht das ISO-Image der vCenter Server Appliance, das GUI- und CLI-Installationsprogramme für die vCenter Server Appliance enthält.

Mit den ausführbaren GUI- und CLI-Dateien im Installationsprogramm der vCenter Server können Sie folgende Aufgaben ausführen:
  • Bereitstellen der vCenter Server Appliance.
  • Durchführen eines Upgrades der vCenter Server Appliance.
  • Konvergieren von älteren vCenter Server-Versionen mit einer externen Platform Services Controller-Instanz in die aktuelle vCenter Server-Version.
  • Wiederherstellen einer vCenter Server Appliance aus einer dateibasierten Sicherung.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Melden Sie sich bei VMware Customer Connect an.
  2. Navigieren Sie zu Produkte und Konten > Alle Produkte.
  3. Suchen Sie VMware vSphere und klicken Sie auf Download-Komponenten anzeigen.
  4. Wählen Sie im Dropdown Version auswählen eine VMware vSphere-Version aus.
  5. Wählen Sie eine Version von VMware vCenter Server aus und klicken Sie auf ZU DEN DOWNLOADS.
  6. Laden Sie das ISO-Image der vCenter Server Appliance herunter.
  7. Bestätigen Sie mithilfe eines MD5-Prüfsummentools, dass md5sum korrekt ist.
  8. Mounten Sie das ISO-Image auf den Clientcomputer, über den Sie die Appliance bereitstellen, aktualisieren, migrieren oder wiederherstellen möchten.
    Hinweis: Software zum Mounten von ISO-Images, die maximal acht Verzeichnisebenen zulässt (wie z. B. MagicISO Maker unter Windows), wird nicht unterstützt.

    Bei Linux OS und Mac OS wird Archive Manager nicht unterstützt.

    Bei Mac OS können Sie DiskImageMounter verwenden.
    Bei Ubuntu 14.04 können Sie Disk Image Mounter verwenden.
    Bei SUSE 12 OS können Sie das Terminal verwenden.
    $ sudo mkdir mount_dir
    $ sudo mount -o loop VMware-vCSA-all-version_number-build_number.iso mount_dir
    
    Wichtig: Aufgrund einer Sicherheitsänderung in MacOS Catalina müssen Sie die Sicherheitseinstellungen auf Ihrem Computer ändern, bis die vCenter Server-Bereitstellung abgeschlossen ist. Wenn Sie versuchen, das Installationsprogramm unter MacOS Catalina ohne Änderung der Sicherheitseinstellungen ausführen, meldet das vCenter Server-Installationsprogramm den Fehler: ovftool cannot be opened because the developer cannot be verified. Weitere Informationen finden Sie unter KB 79416.

Nächste Maßnahme

Öffnen Sie die Datei readme.txt und lesen Sie die Informationen über die anderen Dateien und Verzeichnisse im ISO-Image der vCenter Server Appliance.

Synchronisieren der Systemuhren im vSphere-Netzwerk

Stellen Sie sicher, dass auf allen Komponenten im vSphere-Netzwerk die Systemuhren synchronisiert sind. Wenn die Systemuhren auf den physischen Maschinen in Ihrem vSphere-Netzwerk nicht synchronisiert sind, werden SSL-Zertifikate und SAML-Token, die zeitabhängig sind, bei der Kommunikation zwischen Netzwerkmaschinen möglicherweise nicht als gültig erkannt.

Nicht synchronisierte Systemuhren können Authentifizierungsprobleme verursachen, was zu einer fehlgeschlagenen Installation führen bzw. verhindern kann, dass der vmware-vpxd-Dienst der vCenter Server gestartet wird.

Zeitinkonsistenzen in vSphere können bei verschiedenen Diensten zu einem Fehlschlagen des ersten Starts einer Komponente in Ihrer Umgebung führen, je nachdem, wo in der Umgebung die Zeit nicht korrekt ist und wann sie synchronisiert wird. Probleme treten am häufigsten auf, wenn der ESXi-Zielhost für den Ziel-vCenter Server nicht mit NTP oder PTP synchronisiert ist. Ebenso können Probleme auftreten, wenn die Ziel-vCenter Server zu einem ESXi-Host migriert wird, der aufgrund des vollautomatisierten DRS auf eine andere Zeit festgelegt ist.

Um Probleme mit der Zeitsynchronisierung zu verhindern, stellen Sie sicher, dass die folgenden Angaben korrekt sind, bevor Sie eine vCenter Server-Instanz installieren, migrieren oder aktualisieren.

  • Der ESXi-Zielhost, auf dem der Ziel-vCenter Server bereitgestellt werden soll, ist mit NTP oder PTP synchronisiert.

  • Der ESXi-Host, auf dem der Quell-vCenter Server ausgeführt wird, ist mit NTP oder PTP synchronisiert.

  • Wenn die vCenter Server Appliance mit einem externen Platform Services Controller verbunden ist, stellen Sie beim Aktualisieren oder Migrieren von vSphere 6.7 auf vSphere 8.0 sicher, dass der ESXi-Host, der den externen Platform Services Controller ausführt, mit NTP oder PTP synchronisiert ist.

  • Stellen Sie beim Upgraden oder Migrieren von vSphere 6.7 auf vSphere 8.0 sicher, dass der Quell-vCenter Server oder die vCenter Server Appliance und der externe Platform Services Controller die richtige Uhrzeit aufweisen.

Stellen Sie sicher, dass alle Windows-Hostmaschinen, auf denen vCenter Server ausgeführt wird, mit dem NTP (Network Time Server)-Server synchronisiert sind. Weitere Informationen finden Sie im VMware-Knowledgebase-Artikel unter https://kb.vmware.com/s/article/1318.

Um ESXi-Systemuhren mit einem NTP- oder PTP-Server zu synchronisieren, können Sie den VMware Host Client verwenden. Informationen zum Bearbeiten der Uhrzeitkonfiguration eines ESXi-Hosts finden Sie unter Bearbeiten der Uhrzeitkonfiguration eines ESXi-Hosts im VMware Host Client in der Dokumentation Verwaltung eines einzelnen Hosts von vSphere – VMware Host Client.

Informationen zum Ändern der Einstellungen der Uhrzeitsynchronisierung für vCenter Server finden Sie unter Konfigurieren der Systemzeitzone und Zeitsynchronisierungseinstellungen in der Dokumentation vCenter Server-Konfiguration.

Eine Anleitung zum Bearbeiten der Uhrzeitkonfiguration für einen Host mithilfe des vSphere Client finden Sie unter Bearbeiten der Uhrzeitkonfiguration für einen Host in der Dokumentation vCenter Server- und Hostverwaltung.

Übertragen von Daten aus einer vorhandenen vCenter Server Appliance

Sie können Daten aus der externen Datenbank einer vorhandenen vCenter Server Appliance in die von vCenter Server 8.0 verwendete eingebettete PostgreSQL-Datenbank übertragen.

Beim Windows-basierten vCenter Server-Upgrade und bei der Migration der vCenter Server Appliance können Sie die für die Funktionsfähigkeit erforderliche Mindestdatenmenge kopieren, wodurch Ausfallzeiten minimiert werden. Sie können anschließend im Hintergrund die verbleibenden Daten von der externen Datenbank in die eingebettete PostgreSQL-Datenbank kopieren und auf diese Weise die Verlaufsdaten Ihrer Bereitstellung bezüglich Ereignissen und Leistung beibehalten.

Sie können die folgenden Typen von Daten von einer externen Datenbank zu der in Version  8.0 der vCenter Server Appliance verwendeten eingebetteten PostgreSQL-Datenbank migrieren.
Konfigurationsdaten
Sie müssen aus der externen Datenbank Ihrer bestehenden vCenter Server Appliance mindestens Daten dieses Typs übertragen, um ein Upgrade auf eine funktionierende vCenter Server Appliance bzw. eine Migration zu dieser durchführen zu können. Diese Daten können in relativ kurzer Zeit übertragen werden, sodass Ausfallzeiten während des Upgrades auf vCenter Server  8.0 minimiert werden können.
Konfiguration und Verlaufsdaten
Zusätzlich zu den Konfigurationsdaten können Sie auch Verlaufsdaten wie Nutzungsstatistiken, Ereignisse und Aufgaben übertragen. Sie haben im vCenter Server-Installationsprogramm die Möglichkeit, die Konfigurations- und Verlaufsdaten während des Upgrades gleichzeitig zu kopieren oder nur die Konfigurationsdaten zu kopieren. Sie können die Verlaufsdaten dann nach dem Starten der neuen vCenter Server-Version im Hintergrund kopieren.
Achtung: Wenn Sie alle Daten gleichzeitig kopieren möchten, können Sie vCenter Server erst starten, nachdem alle Daten innerhalb von vCenter Server  8.0 in die eingebettete PostgreSQL-Datenbank übertragen wurden.
Konfigurations-, Verlaufs- und Leistungsmetrikdaten
Dies ist die größte Datenmenge, die Sie für die Übertragung zu vCenter Server auswählen können. Sie können festlegen, dass während des Upgrades nur die Konfigurationsdaten kopiert werden, und die Verlaufs- und Leistungsdaten dann nach dem Upgrade bzw. der Migration zu vCenter Server  8.0 im Hintergrund kopieren.
Nach dem Upgrade oder der Migration können Sie historische Daten aus den folgenden vCenter Server-Versionen mithilfe externer Datenbanken in die eingebettete PostgreSQL-Datenbank innerhalb der vCenter Server Appliance übertragen.
Hinweis: Nach dem Upgrade oder der Migration können Sie nur Daten aus externen Datenbanken in die eingebettete PostgreSQL-Datenbank im Hintergrund übertragen. Nach dem Upgrade oder der Migration wird das Übertragen von Daten aus einer eingebetteten PostgreSQL-Datenbank in eine andere eingebettete PostgreSQL-Datenbank nicht unterstützt.
Tabelle 2. vCenter Server-Datenbankunterstützung für die Datenübertragung nach dem Upgrade oder der Migration
vCenter Server-Versionen Datenbanken vCenter Server Appliance 8.0-Unterstützung für die Datenübertragung
vCenter Server Appliance 6.7 Eingebettete PostgreSQL-Datenbank Nicht unterstützt
vCenter Server für Windows 6.7 Externe Oracle- oder MS SQL-Datenbank Unterstützt
Eingebettete PostgreSQL-Datenbank Nicht unterstützt
vCenter Server Appliance 7.0 Eingebettete PostgreSQL-Datenbank Nicht unterstützt
vCenter Server für Windows 7.0 Externe Oracle- oder MS SQL-Datenbank Unterstützt
Eingebettete PostgreSQL-Datenbank Nicht unterstützt

Überwachen und Verwalten der Migration von Verlaufsdaten

Sie können die Hintergrundmigration von Verlaufsdaten mithilfe der vCenter Server-Verwaltungsschnittstelle überwachen und verwalten. Sie können die folgenden Datenverwaltungsaufgaben ausführen:
  • Überwachung des Fortschritts der Datenmigration
  • Anhalten des Datenimports
  • Abbrechen des Datenimports
    Wichtig: Wenn Sie den Datenimport abbrechen, werden die Verlaufsdaten nicht in die eingebettete PostgreSQL-Datenbank importiert. Bei einem Abbruch des Datenimportvorgangs können Sie die Daten nicht mehr wiederherstellen. Wenn Sie den Datenimport trotzdem abbrechen und die Verlaufsdaten zu einem späteren Zeitpunkt importieren möchten, müssen Sie den Upgrade- oder Migrationsvorgang in Phase 1 des GUI-Installationsprogramms neu starten.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Überwachen und Verwalten der Migration von Verlaufsdaten.

Vorbereiten der ESXi-Hosts für das Upgrade der vCenter Server Appliance

Vor dem Upgrade auf vCenter Server 8.0 müssen Sie die ESXi-Hosts vorbereiten.

Voraussetzungen

Für ein Upgrade der vCenter Server Appliance müssen Ihre ESXi-Hosts die Upgradeanforderungen erfüllen.

  • Für ESXi-Hosts ist Version 6.7 oder höher erforderlich. Informationen zur ESXi-Kompatibilität finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch.
  • Ihre ESXi-Quell- und -Zielhosts dürfen nicht im Sperr- oder Wartungsmodus ausgeführt werden und nicht Teil eines vollautomatisierten DRS-Clusters sein.
  • Überprüfen Sie die signierten SSL-Zertifikate der Zertifizierungsstelle (CA) Ihrer Umgebung. Informationen zum manuellen Überwachen der von einer CA signierten SSL-Zertifikate in einer vSphere-Umgebung finden Sie im Knowledgebase-Artikel KB 2111411.

Prozedur

  1. Falls Sie benutzerdefinierte Zertifikate oder Fingerabdruckzertifikate verwenden, lesen Sie den Abschnitt ESXi-Host-Upgrades und Zertifikate, um Ihre vorbereitenden Schritte festzulegen.
  2. Wenn Sie vSphere HA-Cluster verwenden, muss die SSL-Zertifikatprüfung aktiviert sein.
    Ist die Zertifikatsprüfung während des Upgrades von ESXi-Hosts nicht aktiviert, schlägt die Konfiguration von vSphere HA auf den Hosts fehl.
    1. Wählen Sie die vCenter Server-Appliance-Instanz in der Baumstruktur der vSphere Client-Bestandsliste aus.
    2. Wählen Sie die Registerkarte Konfigurieren und dann unter Einstellungen die Option Allgemein.
    3. Klicken Sie auf Bearbeiten.
    4. Wählen Sie SSL-Einstellungen.
      Überprüfen Sie, ob vCenter Server erfordert Host-SSL-Zertifikate ausgewählt ist.

Ergebnisse

Ihre ESXi-Hosts sind für das Upgrade der vCenter Server-Appliance bereit.

ESXi-Host-Upgrades und Zertifikate

Wenn Sie ein Upgrade eines ESXi-Hosts auf ESXi 6.7 oder höher durchführen, werden beim Upgrade-Prozess die selbstsignierten (Fingerabdruck-)Zertifikate durch VMCA-signierte Zertifikate ersetzt. Wenn der ESXi-Host benutzerdefinierte Zertifikate verwendet, werden diese Zertifikate beim Upgrade-Prozess beibehalten, selbst wenn diese Zertifikate abgelaufen oder ungültig sind.

Der empfohlene Upgrade-Workflow hängt von den aktuellen Zertifikaten ab.

Host mit bereitgestellten Fingerabdruckzertifikaten

Wenn der Host derzeit Fingerabdruckzertifikate verwendet, werden ihm im Rahmen des Upgrade-Prozesses automatisch VMCA-Zertifikate zugewiesen.

Hinweis: Sie können keine VMCA-Zertifikate auf Legacy-Hosts bereitstellen. Für diese Hosts müssen Sie ein Upgrade auf ESXi  6.7 oder höher durchführen.

Host mit bereitgestellten benutzerdefinierten Zertifikaten

Wenn Ihr Host mit benutzerdefinierten Zertifikaten bereitgestellt wird, in der Regel von einer Zertifizierungsstelle signierte Zertifikate eines Drittanbieters, dann werden diese Zertifikate während des Upgrades beibehalten. Ändern Sie den Zertifikatmodus in Benutzerdefiniert, um sicherzustellen, dass die Zertifikate später während einer Zertifikataktualisierung nicht versehentlich ersetzt werden.

Hinweis: Wenn sich Ihre Umgebung im VMCA-Modus befindet und Sie die Zertifikate über den vSphere Client aktualisieren, werden alle vorhandenen Zertifikate durch von VMCA signierte Zertifikate ersetzt.

Von diesem Zeitpunkt an überwacht vCenter Server die Zertifikate und zeigt Informationen, z. B. über ablaufende Zertifikate, im vSphere Client an.

Hosts, die mit Auto Deploy bereitgestellt werden

Hosts, die mit Auto Deploy bereitgestellt werden, werden immer neue Zertifikate zugewiesen, wenn sie zum ersten Mal mit ESXi 6.7 oder höher gestartet werden. Wenn Sie ein Upgrade für einen Host mit Bereitstellung durch Auto Deploy durchführen, generiert der Auto Deploy-Server eine Zertifikatsignieranforderung (Certificate Signing Request, CSR) für den Host und sendet diese an VMCA. VMCA speichert das signierte Zertifikat für den Host. Wenn der Auto Deploy-Server Bereitstellungen für den Host durchführt, ruft er das Zertifikat von VMCA ab und schließt es als Bestandteil des Bereitstellungsprozesses ein.

Sie können Auto Deploy mit benutzerdefinierten Zertifikaten verwenden.

Ändern des ESXi-Zertifikatmodus

Verwenden Sie VMware Certificate Authority (VMCA) für die Bereitstellung der ESXi-Hosts in Ihrer Umgebung, es sei denn, Ihre Unternehmensrichtlinie verlangt, dass Sie benutzerdefinierte Zertifikate verwenden. Um benutzerdefinierte Zertifikate mit einer anderen Stammzertifizierungsstelle zu verwenden, bearbeiten Sie die erweiterte vpxd.certmgmt.mode-Einstellung vCenter Server. Nach der Änderung werden die Hosts nicht mehr automatisch durch VMCA-Zertifikate bereitgestellt, wenn Sie die Zertifikate aktualisieren. Sie sind verantwortlich für die Zertifikatsverwaltung in Ihrer Umgebung.

In den erweiterten vCenter Server-Einstellungen können Sie in den Fingerabdruckmodus oder den benutzerdefinierten Zertifizierungsstellenmodus wechseln. Der Fingerabdruckmodus sollte lediglich im Notfall eingesetzt werden.

Prozedur

  1. Wählen Sie im vSphere Client das vCenter Server-System aus, das die Hosts verwaltet.
  2. Klicken Sie auf Konfigurieren und unter „Einstellungen“ auf Erweiterte Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf Einstellungen bearbeiten.
  4. Klicken Sie auf das Symbol Filter in der Spalte „Name“ und geben Sie im Feld „Filter“ den Wert vpxd.certmgmt ein, um ausschließlich Parameter der Zertifikatsverwaltung anzuzeigen.
  5. Ändern Sie den Wert von vpxd.certmgmt.mode in custom, wenn Sie eigene Zertifikate verwalten möchten, oder in thumbprint, wenn Sie vorübergehend in den Fingerabdruckmodus wechseln möchten. Klicken Sie anschließend auf Speichern.
  6. Starten Sie den vCenter Server-Dienst neu.
    Informationen zum Neustarten von Diensten finden Sie in der Dokumentation vCenter Server-Konfiguration.

Festlegen der Oracle-Datenbankgröße und der Speichergröße für die neue Appliance

Vor dem Aktualisieren einer vCenter Server Appliance oder dem Migrieren eines vCenter Server unter Windows, die bzw. der eine externe Oracle-Database verwendet, müssen Sie die Größe der bestehenden Datenbank festlegen. Sie können die minimale Speichergröße für die neue vCenter Server Appliance mithilfe einer eingebetteten PostgreSQL-Datenbank basierend auf der Größe der vorhandenen Datenbank berechnen.

Zur Ermittlung der Größe der Oracle-Kerntabelle, der Ereignis- und Aufgabentabellen und der Statistiktabellen können Sie Skripts ausführen. Die Oracle-Kerntabelle entspricht der Datenbankpartition (/storage/db) der PostgreSQL-Datenbank. Die Oracle-Ereignis- und Aufgabentabellen und die Statistiktabellen entsprechen der Partition für Statistik, Ereignisse, Alarme und Aufgaben (/storage/seat) der PostgreSQL-Datenbank.

Während des Upgrades der Appliance müssen Sie eine Speichergröße für die neue Appliance auswählen; diese muss mindestens doppelt so groß sein wie die Größe der Oracle-Tabellen.

Während des Upgrades der Appliance können Sie die an die neue Appliance zu übertragenden Datentypen auswählen. Um die Dauer des Upgrades und die Speicheranforderungen für die neue Appliance zu minimieren, können Sie auch nur die Konfigurationsdaten übertragen.

Voraussetzungen

Sie müssen über die Anmeldedaten für die vCenter Server-Datenbank verfügen.

Prozedur

  1. Melden Sie sich mit dem vCenter Server-Datenbankbenutzer bei einer SQL*Plus-Sitzung an.
  2. Ermitteln Sie die Größe der Kerntabelle, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
    SELECT ROUND(SUM(s.bytes)/(1024*1024)) SIZE_MB
      FROM   user_segments s
      WHERE  (s.segment_name,s.segment_type)
                    IN (SELECT seg_name, seg_type FROM
                             (SELECT t.table_name seg_name, t.table_name tname,
                               'TABLE' seg_type
                               FROM   user_tables t
                              UNION
                              SELECT i.index_name, i.table_name,
                              'INDEX'
                               FROM   user_indexes i
                             ) ti
                        WHERE  (ti.tname LIKE 'VPX_%'
                                OR ti.tname LIKE 'CL_%'
                                OR ti.tname LIKE 'VDC_%')
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_SAMPLE_TIME%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_HIST_STAT%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_TOPN%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_SDRS_STATS_VM%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_SDRS_STATS_DATASTORE%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_TASK%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_EVENT%'
                            AND ti.tname NOT LIKE 'VPX_PROPERTY_BULLETIN%');
    Das Skript gibt die Speichergröße der Datenbank in MB zurück.
  3. Ermitteln Sie die Größe der Ereignis- und Aufgabentabelle, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
    SELECT ROUND(SUM(s.bytes)/(1024*1024)) SIZE_MB
    FROM   user_segments s
    WHERE  (s.segment_name,s.segment_type)
                 IN (SELECT seg_name, seg_type FROM
                          (SELECT t.table_name seg_name, t.table_name tname,
                            'TABLE' seg_type
                            FROM   user_tables t
                           UNION
                           SELECT i.index_name, i.table_name,
                           'INDEX'
                            FROM   user_indexes i
                          ) ti
                     WHERE
                        ti.tname LIKE 'VPX_TASK%'
                     OR ti.tname LIKE 'VPX_EVENT%');
    Das Skript gibt die Speichergröße der Ereignisse und Aufgaben in MB zurück.
  4. Ermitteln Sie die Größe der Statistiktabelle, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
    SELECT ROUND(SUM(s.bytes)/(1024*1024)) SIZE_MB
    FROM   user_segments s
    WHERE  (s.segment_name,s.segment_type)
                 IN (SELECT seg_name, seg_type FROM
                          (SELECT t.table_name seg_name, t.table_name tname,
                            'TABLE' seg_type
                            FROM   user_tables t
                           UNION
                           SELECT i.index_name, i.table_name,
                           'INDEX'
                            FROM   user_indexes i
                          ) ti
                     WHERE
                        ti.tname LIKE 'VPX_SAMPLE_TIME%'
                     OR ti.tname LIKE 'VPX_TOPN%'
                     OR ti.tname LIKE 'VPX_TASK%'
                     OR ti.tname LIKE 'VPX_EVENT%'
                     OR ti.tname LIKE 'VPX_HIST_STAT%');
    Das Skript gibt die Speichergröße der Statistik in MB zurück.
  5. Berechnen Sie die Mindestspeichergröße für die neue Appliance, die Sie während des Upgrade bereitstellen werden.
    1. Die Größe der Datenbankpartition (/storage/db) der eingebetteten PostgreSQL-Datenbank muss mindestens doppelt so groß wie die der in Schritt 2 zurückgegebenen Oracle-Kerntabelle sein.
    2. Die Größe der Partition für Statistik, Ereignisse, Alarme und Aufgaben (/storage/seat) der eingebetteten PostgreSQL-Datenbank muss mindestens doppelt so groß sein wie die Summe der Größen der in Schritt 3 und Schritt 4 zurückgegebenen Oracle-Ereignis- und Aufgabentabellen und Statistiktabellen.
    Wenn die Oracle-Kerntabelle beispielsweise eine Größe von 100 MB, die Ereignis- und Aufgabentabelle eine Größe von 1.000 MB und die Statistiktabelle eine Größe von 2.000 MB hat, muss die Postgres-Partition /storage/db eine Mindestgröße von 200 MB und die Partition /storage/seat eine Mindestgröße von 6.000 MB aufweisen.

Herunterladen und Ausführen des VMware-Migrationsassistenten auf der Update Manager-Quellmaschine

Während des Updates einer vCenter Server Appliance, die einen externen Update Manager verwendet, muss der Migration Assistant auf der Update Manager-Quellmaschine ausgeführt werden. In diesem Verfahren wird beschrieben, wie der Migration Assistant vor dem Upgrade manuell heruntergeladen und ausgeführt wird.

Der Migration Assistant vereinfacht die Migration des Update Manager-Servers und der -Datenbank auf die neu aktualisierte vCenter Server Appliance. Der Migration Assistant verwendet standardmäßig Port 9123. Wenn Port 9123 von einem anderen Dienst auf Ihrer Update Manager-Maschine verwendet wird, sucht der Migration Assistant automatisch einen anderen freien Port.

Wenn Sie alternativ dazu ein Upgrade der vCenter Server Appliance unter Verwendung des CLI-Installationsprogramms planen, können Sie den Abschnitt source.vum section und den Unterabschnitt run.migration.assistant zu Ihrer JSON-Vorlage hinzufügen. Informationen zu den Konfigurationsparametern für das CLI-Upgrade finden Sie unter Aktualisieren der Konfigurationsparameter für das CLI-Upgrade der vCenter Server Appliance.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Kopieren Sie im vCenter Server Appliance-Installationspaket das Verzeichnis migration-assistant auf die Update Manager-Quellmaschine.
  2. Doppelklicken Sie im Verzeichnis migration-assistant auf VMware-Migration-Assistant.exe und geben Sie das vCenter Single Sign-On-Administratorkennwort ein.
  3. Lassen Sie das Fenster des Migrationsassistenten geöffnet, bis das Upgrade der vCenter Server Appliance abgeschlossen ist.

Ergebnisse

Wenn die Vorabprüfungen abgeschlossen sind und etwaige Fehler behoben wurden, ist Ihr Update Manager-Quellsystem für das Upgrade bereit.

Vorsicht: Durch Schließen des Migrationsassistenten wird das Upgrade beendet.